News aus der IEF und für die IEF – Aktuelles Jahr

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Zweite Auflage des Buches „Visualization of Time-Oriented Data“ erschienen (20.02.2024)

Buch Cover: Springer Verlag

Das Buch „Visualization of Time-Oriented Data“ beantwortet genau diese Frage. Die zweite Auflage des Buches ist jetzt erhältlich. Sie wurde erarbeitet von Prof. Christian Tominski vom Institut für Visual and Analytic Computing, Prof. Heidrun Schumann, ehemalige Leiterin des Lehrstuhls für Computergraphik, sowie Prof. Silvia Miksch und Prof. Wolfgang Aigner, Kollegen von der TU Wien und der FH St. Pölten in Österreich.

Die zweite Auflage knüpft an den großen Erfolg der ersten Auflage an, die über 1.000 Mal zitiert wurde. Im Kern entwickelt das Buch eine systematische Sicht auf die Visualisierung zeitorientierter Daten und diskutiert Interaktionstechniken und Berechnungsmethoden zur Unterstützung der visuellen Datenanalyse. Die zweite Auflage wurde um etwa 50 % neue Inhalte erweitert. Das Beste daran ist, dass die zweite Auflage nun als Open-Access Buch verfügbar ist, so dass jeder Interessierte sie lesen kann. Dies wurde ermöglicht durch die gemeinsame finanzielle Unterstützung des Lehrstuhls für Visual Analytics und der österreichischen Partnerinstitutionen.

Für die zweite Auflage wurde auch der TimeViz Browser, das digitale Pendant zu den im Buch behandelten Visualisierungstechniken, stark erweitert. Er enthält mehr als 150 Visualisierungstechniken und bietet zusätzliche Filter- und Suchfunktionen, um Wissenschaftlern und Praktikern das Auffinden geeigneter Lösungen entsprechend ihrer Bedarfe zu erleichtern.

Weitere Information sind verfügbar auf https://timeviz.net


Liebevoll gepflegt oder voll überwacht von Robotern? Diskussion über KI in Medizin und Pflege am 22.02.24 bei Uni im Rathaus (15.02.2024)

Foto 1 bis Foto 3: Prof. Dr. med. Thomas Platz, Universität Greifswald
Poster: Novus Marketing

Menschenähnliche Therapie-Roboter trainieren mit Schlaganfall-Patient:innen immer wieder dieselbe Armbewegung; digitale Sensoren beobachten Demenzkranke auf Schritt und Tritt und schlagen auch im Notfall Alarm. Sieht so die Zukunft in der Therapie und Pflege aus?

„Fakt ist, dass in unserer überalternden Gesellschaft immer weniger junge Menschen der älteren Generation helfend zu Seite stehen, auch aufgrund des Fachkräftemangels“, sagt Rostocks Senator für Gesundheit und Soziales, Steffen Bockhahn. Schon heute ständen deshalb in der Hansestadt Rostock zehn Prozent der stationären Betten leer. Bis zum Jahr 2030 sollen im Pflegebereich rund 500.000 Vollzeitbeschäftigte deutschlandweit fehlen. In der Folge droht die Schließung von Kranken- bzw. Pflegeeinrichtungen – und Pflegebedürftigen die soziale Isolation. Was weitere Probleme verursacht: Einsamkeit kann Depressionen auslösen, Bettlägerigkeit führt zu Muskelabbau oder Wundliegen. – Angehörige könnten die drohende Pflegelücke kaum schließen, betont Sozialsenator Bockhahn, der auch der Rostocker Heimstiftung vorsteht: „Pflege kostet Zeit und strengt körperlich wie emotional enorm an.“ Vor allem ältere Lebenspartner:innen von Pflegebedürftigen, Berufstätige oder auch Eltern minderjähriger Kinder kämen da schnell an ihre Grenzen. Aktuell werden vier von fünf Pflegebedürftigen in Deutschland Zuhause versorgt.

Wie Künstliche Intelligenz (KI) in Medizin und Pflege sinnvoll unterstützen und entlasten kann, wird an den Universitäten von Rostock und Greifswald fächerübergreifend erforscht. Zum Beispiel im Rahmen des Verbundprojektes „E-BRAiN“: Therapieassistenz-Roboter trainieren dort mit Schlaganfall-Patient:innen gezielt Bewegungsabläufe oder die visuelle Wahrnehmung, um krankheitsbedingte Beeinträchtigungen zu mindern – ganz ähnlich wie Ergo- oder Physiotherapeut:innen. "Erste Erfahrungen beim klinischen Einsatz von humanoiden Robotern sind sehr positiv", sagt der Greifswalder Neurologe Prof. Thomas Platz. „Bevor sie jedoch in der breiten Patientenversorgung eingesetzt werden, ist noch weitere Forschung erforderlich.“
Wie digitale Technik Demenzkranke im Alltag leitet, aber auch rund um die Uhr überwacht, ist Forschungsthema der Rostocker Informatiker:innen Professor Thomas Kirste und Professorin Alke Martens: „Neben technologischen Fragen diskutieren wir auch ethische Bedenken wie: Wollen wir uns tatsächlich von intelligenten Maschinen umsorgen lassen, wenn wir pflegebedürftig sind? Und wie menschlich sollten solche Roboter sein?“

Über technische Perspektiven und soziale Fragen zum Einsatz von Robotern und Künstlicher Intelligenz in Medizin und Pflege diskutieren die Informatik-Professor:innen der Universität Rostock, Alke Martens und Thomas Kirste mit dem Greifswalder Neurologen Thomas Platz und dem Rostocker Senator für Soziales und Gesundheit, Steffen Bockhahn – bei UNI IM RATHAUS am 22. Februar 2024 um 18 Uhr im Rostocker Rathaus zum Thema „Liebevoll umsorgt von KI?“. Der Eintritt ist frei.

UNI IM RATHAUS: Für alle, die es einfach wissen wollen! Die Gesprächsreihe zu aktuellen fächerübergreifenden Forschungsfragen wird von der Interdisziplinären Fakultät an der Universität Rostock gemeinsam mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock organisiert.

 

Thema: UNI IM RATHAUS: Liebevoll umsorgt von KI? Künstliche Intelligenz in Medizin und Pflege

Termin: Donnerstag, 22. Februar 2024 um 18 Uhr

Ort:  Festsaal im Rathaus Rostock, Am Neuen Markt 1, 18055 Rostock

Im Gespräch:
Steffen Bockhahn, Senator für Soziales, Jugend, Gesundheit und Schule der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie Vorstandsvorsitzender der Rostocker Heimstiftung
Prof. Dr. Thomas Kirste, Lehrstuhl Mobile Multimediale Informationssysteme an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik an der Universität Rostock
Prof. Dr.-Ing. Alke Martens, Lehrstuhlinhaberin Praktische Informatik an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik an der Universität Rostock
Prof. Dr. med. Thomas Platz, Leiter AG „Neurorehabilitation“ an der Universitätsmedizin Greifswald sowie Ärztlicher Direktor Bundesverband Rehabilitation (BDH) Forschung

UNI IM RATHAUS – Details,Termine, Podcast, Newsletter

   

Quelle:

 


Besuchen Sie uns auf Messen zur Studien- und Berufsorientierung – Messetermine 2024 für Studieninteressierte sind online (14.02.2024)

Die vocatium Messen für Ausbildung und Studium werden vom IfT Institut für Talententwicklung organisiert. Bild: IfT GmbH

Die Fakultät für Informatik und Elektrotechnik besucht deshalb als Aussteller zusammen mit anderen Fakultäten und der Allgemeinen Studienberatung auch im Jahr 2024 ausgewählte Messen zur Studien- und Berufsorientierung.

Den Gemeinschaftsstand der Universität und Fakultäten können Sie 2024 auf folgenden Messen besuchen:

Weitere Informationen:


Juniorprofessor wird mit Wirkung zum 1. Februar 2024 zum Professor ernannt (02.02.2024)

Prof. Dr.-Ing. Simon Adrian, Foto: privat

Zuvor war er als Juniorprofessor für „Numerische Simulationsmethoden in der Theoretischen Elektrotechnik“ an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik tätig.


IEEE AP-S Doctoral Research Grant für Joshua Tetzner (15.01.2024)

M.Sc. Joshua Tetzner, Foto: privat

Das mit $5000 dotierte Stipendium wird jährlich an bis zu zehn Promovierende weltweit vergeben, um sie zu ermutigen, eine Karriere auf dem Gebiet der elektromagnetischen Feldtheorie und ihrer Anwendungen zu verfolgen.

Eine Liste mit allen Ausgezeichneten findet man auf der Webseite der IEEE Antennas and Propagation Society.


EXIST-Gründungsstipendium für Ausgründung am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik (08.01.2024)

v.l.: Pascal Sommer, Achim Reiz, Christian Conrad Finn, Gründerteam der Software „NEOntometrics“. Foto: Arne Wall

Seit Mitte 2019 ist Achim Reiz als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rostocker Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und forscht zu der Qualitätsevaluierung von Ontologien und Knowledge Graphs (siehe Promotionsprojekt). Die Forschung und die hierbei entwickelte Software „NEOntometrics“ stieß bereits früh auf das Interesse externer Partner, und führte u.a. zu einer gemeinsamen Publikation mit der Forschungsabteilung der Robert Bosch GmbH. 

Die Promotion kommt im Verlauf dieses Jahres voraussichtlich zu einem erfolgreichen Ende. Die entwickelte Software hat jedoch eine hohe Praxisrelevanz und soll in Zukunft als kommerzielle Lösung weiterentwickelt werden. Hierfür wurde erfolgreich die Gründungsförderung „EXIST“ eingeworben. Ab Frühjahr dieses Jahres werden die Gründer die bisher forschungslastige Software hin zu einem Qualitätsmanagementtool für Knowledge Graphs und die zugrundeliegenden Ontologien weiterentwickeln und vermarkten.

Das Gründungsvorhaben wird maßgeblich unterstützt von Prof. Kurt Sandkuhl und dem Zentrum für Entrepreneurship (ZfE). Prof. Sandkuhl betreute Achim Reiz während der Promotion und steht dem Team während der EXIST-Zeit als wissenschaftlicher Mentor zur Verfügung. Das Zentrum für Entrepreneurship, insbesondere in Person von Martin Dinter, half den Gründern bei dem Einwerben der Gründungsförderung und wird sie auch in Zukunft hinsichtlich Finanzierungsmöglichkeiten beraten.


Podcast-Folge zu KI im Studium an der Uni Rostock (03.01.2024)

Prof. Kurt Sandkuhl und Paul Löffler. Foto: Landesmarketing MV

„Campus Insights MV“ heißt ein Podcast, der alle 2 Wochen in einer neuen Folge über „Studium mit Meerwert“ in Mecklenburg-Vorpommern berichtet. Dabei werden beliebte Studiengänge und aktuelle Themen der Forschung an den unterschiedlichen Hochschulstandorten in MV vorgestellt.

In der aktuellen Folge 10 stehen das Studium der Wirtschaftsinformatik und die Forschung zum Thema Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Paul Löffler und Kurt Sandkuhl aus dem Team der Wirtschaftsinformatik stehen den Moderatoren Lena und Toni dazu Rede und Antwort.

Der Podcast ist hier zu finden: https://campus-insights-mv.podigee.io/