Künstliche Intelligenz – ein alter Menschheitstraum?

Dass Maschinen genutzt werden, um körperliche Arbeit von Mensch und Tier zu ersetzen, ist seit mehr als hundert Jahren anerkannt und wird in der Regel wertgeschätzt. Mit der Schaffung künstlicher Intelligenz kommen jetzt Maschinen in unser Leben, die zunehmend in der Lage sind, geistige Arbeiten zu ersetzen. Werden Maschinen damit menschenähnlicher?

Es ist schon seit langer Zeit eine Idee verschiedener menschlicher Kulturen und Religionen, Wesen oder Dinge zu erschaffen, die lebendig sind oder die lebendiges Verhalten nachahmen. Die Fiktion vom künstlichen Menschen taucht nicht erst in Gestalt von Frankensteins Monster auf. Dienstbare Geister halfen Zauberern, Puppen wurde als Ersatzfiguren für magische Handlungen verwendet. In der Psychologie wurde die Bezeichnung Golem-Komplex gewählt, wobei ein Bezug zwischen dem historischen Narrativ des Golem und der aktuellen Entwicklungen in der künstlichen Intelligenz hergestellt wird.

Ist es also eine versteckte menschliche Sehnsucht, ein „künstliches Wesen“ zu schaffen? Oder ist Schaffung künstlichen Lebens – oder auch künstlicher Intelligenz – ein neues Thema? Interessant ist dabei auch die Frage: Wie gut können Menschen tolerieren, wenn Maschinen nicht nur bei körperlichen Arbeiten helfen, sondern wenn sie auch noch das mysteriöse „Denken“ übernehmen. Sind es dann noch Maschinen? Diesen Fragen und Überlegungen gehen wir in einem Vortrag nach.

Vortrag mit anschließender Diskussion
60 min
in der Schule / an der IEF in Rostock
ab Klassenstufe 9

Praktische Informatik: Prof. Alke Martens und Studierende mit einem NAO-Roboter. © Foto: Julia Tetzke, ITMZ

Prof. Dr.-Ing. Alke Martens
Lehrstuhl Praktische Informatik
Institut für Informatik
alke.martens(at)uni-rostock.de
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