Dieser Erfolg beruht vor allem auf der hohen Qualität der Forschungsergebnisse und wird durch das große Engagement und die enge Zusammenarbeit aller Mitglieder des Verbunds unterstützt. Wie der künftige Sprecher des SFB, Prof. Dr.-Ing. Sascha Spors, am Freitag berichtete, können die etwa 80 Forscherinnen und Forscher ab 2026 mit rund zwölf Millionen Euro Fördermitteln rechnen.
Schwerpunkte der Forschung sind die Einsatzmöglichkeiten elektrisch aktiver Implantate u.a. bei der Therapie von Knochen- und Knorpeldefekten, die im Zuge der älter werdenden Bevölkerung weiter zunehmen werden. Dabei sollen mit Hilfe elektrischer Felder Zellen zum Wachstum und zur Differenzierung angeregt und so der Regeneration des geschädigten Gewebes beschleunigt werden.
Zudem konzentriert sich der SFB „ELAINE“ auf die Erforschung der Tiefen Hirnstimulation zur Therapie der neurologischen Erkrankungen Parkinson und Dystonie. Wie Prof. Spors sagte, sollen in den kommenden dreieinhalb Jahren die Arbeiten an den Implantaten unter Einsatz von künstlicher Intelligenz weiter vorangetrieben werden. Er betonte, dass es sich bei den Arbeiten noch um Grundlagenforschung handelt, diese jedoch gezielt auf einen späteren klinischen Einsatz ausgerichtet ist.
In den ersten beiden Förderperioden, beginnend im Juli 2017, leitete Prof. Dr. Ursula van Rienen, Professorin für Theoretische Elektrotechnik an der Universität Rostock, den SFB „ELAINE“. Für sie hat die Qualifizierung junger Spitzenforscherinnen und -forscher besondere Bedeutung, da sie eine wesentliche Grundlage für Fortschritte in Forschung und Gesellschaft darstellt. Mit der nun bewilligten Weiterförderung erhält der wissenschaftliche Nachwuchs weiterhin die Möglichkeit, im Rahmen des SFB 1270 „ELAINE“ zu promovieren und eigene Forschungsthemen zu entwickeln.
Die Arbeiten an den Implantaten hatten in Rostock bereits 2008 mit dem DFG-Graduiertenkolleg (GRK) 1505 „Analyse und Simulation elektrischer Wechselwirkungen zwischen Implantaten und Biosystemen – welisa“ begonnen. Die dort erzielten Ergebnisse bildeten eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Beantragung des sich 2017 nahtlos anschließenden SFB 1270 „ELAINE“.
Der SFB 1270 „ELAINE“ ist durch eine hohe Interdisziplinarität geprägt. Dort sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Elektrotechnik, Mathematik, Physik, Informatik, Maschinenbau, Biologie und der Medizin tätig. Neben Rostock sind die Universitäten und Hochschulen in Greifswald, Hannover, Köln, Nürnberg-Erlangen, Mainz sowie Wismar an „ELAINE“ beteiligt.
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