Rostocker Forscher entwickeln mit Mecklenburger Unternehmen Medizinprodukt für den Weltmarkt (06.02.2019)

Nutzen haben davon Unfallpatienten und Patienten während und nach schweren Operationen, für die künftig durch diese Entwicklung eine permanente Überwachung auch außerhalb des OP-Saals möglich wird. Wichtig ist dies besonders für Patienten, die bei einer großen Operation an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden. „Dabei besteht die Gefahr, dass das Gehirn zu wenig Sauerstoff bekommt“, erklärt Bernd Lindner, Geschäftsführer von bluepoint MEDICAL. „Auf diese Weise kann das Risiko von Hirnschäden signifikant vermindert werden.“

Professor Hartmut Ewald vom Lehrstuhl für Technische Elektronik und Sensorik und sein Assistent Dr. Ulrich Timm arbeiten bereits seit 2009 eng mit dem Selmsdorfer Unternehmen zusammen und bringen beträchtliche Erfahrungen mit. Sie haben unter anderem gemeinsam die neue Technologieplattform „SMARTsat“ entwickelt; ein Verfahren zur kontinuierlichen Bestimmung der arteriellen Sauerstoffsättigung und der Hämoglobinkonzentration des menschlichen Blutes durch Lichtabsorption, also ohne eine Blutentnahme.

Im März findet in Kalifornien die abschließende klinische Prüfung für das neue Gerät statt. bluepoint MEDICAL ist damit die einzige Firma in Europa, die gemeinsam mit der Universität Rostock solch ein Know How entwickelt hat. „Es ist zudem weltweit das erste mobile System für die klinische Notfallversorgung“, sagt Dr. Timm. Die Markteinführung des neuen Geräts ist für das zweite Quartal 2020 geplant.

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