Preise und Ehrungen 2022 – Langansicht

Preis des Science Slam der Universität Rostock 2022 (25.11.2022)

Das Ziel des Wettbewerbs Science Slam ist es, das eigene Forschungsthema innerhalb von drei Minuten einfach, anschaulich und unterhaltsam vor den Teilnehmenden am Forschungscamp der Universität Rostock zu präsentieren. Das Preisgeld von 500 Euro, das beide Geehrten erhielten, ist ein Guthaben bei der Graduiertenakademie der Universität Rostock, das für die Förderung und Weiterbildung der wissenschaftlichen Karriere verwendet werden kann. Moderiert wurde die Veranstaltung im Konrad-Zuse-Haus von Heike Kirsch, Teamleiterin Personalentwicklung an der Universität Rostock, und von Fabio Silingardi von der Graduiertenakademie der Universität Rostock.

Der Science Slam wird seit von der Graduiertenakademie der Universität Rostock organisiert und findet seit dem Jahr 2017 im Rahmen des Forschungscamps der Universität Rostock statt. Das Forschungscamp der Universität Rostock findet seit dem Jahr 2012 statt und ist eine Veranstaltung des Prorektors für Forschung und Wissenstransfer zum interdisziplinären Austausch und zur Vernetzung.


Universität Rostock vergibt Deutschlandstipendien an herausragende Studierende (04.11.2022)

Deutschlandstipendiatin Anna-Lena Spotke berichtet von ihrem ehrenamtlichen Engagement. Foto: Susanne Bensch / Universität Rostock

Das Deutschlandstipendium ist ein Stipendienprogramm, das 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ins Leben gerufen wurde. Mit dem Stipendium werden leistungsstarke und engagierte Studierende an vielen Hochschulen in Deutschland gefördert. Seit dem Wintersemester 2011/2012 partizipiert die Universität Rostock an dieser Initiative.

Die privaten Mittel von insgesamt 39 Fördernden werden von der Universität Rostock selbst eingeworben und durch den Bund verdoppelt. Das Stipendium kann zusätzlich zum BaföG erhalten werden und entlastet die Studierenden finanziell. Mit der monatlichen Unterstützung können sich die Studierenden mehr auf ihr Studium konzentrieren, Bücher und technische Ausstattung für das Studium kaufen. Viele nutzen die Entlastung auch, um sich verstärkt in Ehrenämtern zu engagieren.

Die Fördernden setzen sich aus Unternehmen, Stiftungen, Vereinen und Privatpersonen zusammen. Der größte Förderer im Deutschlandstipendium ist in diesem Jahr die Dockweiler Edelstahl GmbH aus Hamburg. Sie stiftete in diesem Jahr insgesamt zehn Stipendien. Darunter fallen vier Stipendien, die nicht nur Studierendes eines bestimmten Fachbereichs zu Gute kommen. Durch diese sogenannten ungewidmeten Stipendien, werden daher auch Lehramtsstudierende und Geisteswissenschaftler/innen unterstützt. Zu den größten Förderern gehören ebenfalls die Sigi und Hans Meder Stiftung mit fünf Stipendien, die OstseeSparkasse Rostock mit vier Stipendien, die Miltenyi Biotec B.V. & Co. KG und die CORTRONIK GmbH mit jeweils drei Stipendien.

Als neue Fördernde kommen hinzu:

  • Apex Energy Teterow GmbH
  • arivis AG
  • AT-Solution
  • BDO AG
  • Drehpunkt GmbH
  • Goldbeck GmbH
  • Hamburg Port Authority AöR
  • INTEC GMK GmbH
  • LaFe Ferienimmobilien
  • Parr & Trems GbR
  • Robert Bosch GmbH
  • S+T Fassaden GmbH
  • Somtxt UG

Ihr Engagement verlängert haben:

  • AIDA Cruises
  • apo Bank-Stiftung
  • Brinkmann GmbH
  • Creditreform Mecklenburg-Vorpommern von der Decken KG
  • Dentallabor Güstrow MV GmbH
  • ECOVIS Grieger Mallison Management AG
  • ENEX Finanzpartner und Beteiligungsgesellschaft mbH
  • FERCHAU GMBH
  • Gesellschaft der Förderer der Universität Rostock e.V.
  • Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik mbH
  • GICON - Großman Ingenieur Consult GmbH
  • Hilfsfonds Lions Club Rostock - Sieben Türme e.V.
  • INNOMAR Technologie GmbH
  • Neue Rostocker Wohnungsgenossenschaft
  • Peene-Werft
  • PMR Projektmanagement Rostock GmbH
  • RO-DENT Rostocker Dentallabor GmbH
  • RST Rostock System-Technik GmbH
  • SEAR GmbH
  • Stadtwerke Rostock AG
  • WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH

Quelle und weitere Informationen:


Team aus Rostock gewinnt internationalen Wettbewerb im Unterwasserlokalisieren (11.10.2022)

Das Team aus Rostock (ganz links: Ian Karez; von rechts nach links: Sven Lack, Greta Markfort und Johannes Marx, hier auf dem Foto zusammen mit der Jury) holte sich mit seiner innovativen Unterwasserlokalisierung den ersten Platz, Foto: Lehrstuhl Regelungstechnik
Für die so genannte „Underwater Localization Challenge“ im Rahmen des 14. Workshops „Breaking the Surface“ erhielten alle teilnehmenden Teams ein Boot, um ein Gebiet von 800 mal 800 Metern nach einem abgetauchten Sender abzusuchen, Foto: Lehrstuhl Regelungstechnik
Pokal der „Underwater Localization Challenge“ 2022, Foto: Lehrstuhl Regelungstechnik

Das Rostocker Team mit den Promotionsstudierenden Greta Markfort (IOW) sowie Sven Lack, Johannes Marx und Ian Karez (Lehrstuhl für Regelungstechnik der Universität Rostock) setzten sich trotz schwieriger Wetterbedingungen durch. Ihnen gelang es, den internationalen Wettbewerb zum Auffinden eines im Meer versenkten Senders in allen drei Wertungen – exakt, effizient und neuartig – für sich zu entscheiden. Die von ihnen entwickelte innovative und bisher eher unkonventionelle Methodik, die auf einer schrittweisen Annäherung an die mathematische Lösung des Problems basiert, führte schlussendlich zum genauesten Positionsergebnis mit einer Abweichung von nur dreißig Metern zur wahren Position.

Ihre Vorgehensweise durfte das Siegerteam dem großen Workshop-Publikum abschließend vorstellen. „Wir freuen uns sehr über das Ergebnis, zumal wir als letztes Team antraten, als der Wind schon enorm auffrischte und daher die Bedingungen für die Ortung des Unterwassersenders nicht optimal waren,“ sagt Sven Lack, Doktorand am Lehrstuhl Regelungstechnik der Universität Rostock. Betreuer Prof. Torsten Jeinsch ergänzt: „Ich bin sehr stolz auf unser Team, das mit seiner Leistung nicht nur die Experten der Unterwasserakustik überzeugen konnte. Dies bestätigt wieder einmal die sehr gute ingenieurwissenschaftliche Ausbildung an der Universität Rostock.“

Ortung und Kommunikation unter Wasser ist alles andere als trivial. Denn elektromagnetische Wellen, die beispielsweise für Satellitennavigation, Radio oder WLAN eingesetzt werden, werden im Wasser deutlich stärker gedämpft. Daher ist ein Einsatz dieser Technologien zur Kommunikation und Positionsbestimmung im Wasser nicht möglich. Mit Hilfe von Techniken der sogenannten Unterwasserlokalisierung, die auf der Laufzeitmessung von akustischen Signalen basiert, können beispielsweise Taucher oder Roboter, die Schallwellen aussenden, im Wasser leichter aufgefunden werden. Die akustische Unterwasserlokalisierung bringt jedoch einige Herausforderungen mit sich. So stellt sich zum Beispiel die Frage, wie Schwankungen der Schallgeschwindigkeit aufgrund von unterschiedlichen Dichte- und Temperaturverhältnissen in der Tiefe überwunden werden können und wie sich aufgrund dessen die Laufzeit eines Signals unter Wasser verändert.

Die so genannte „Underwater Localization Challenge” fand im Rahmen des 14. Workshops „Breaking the Surface” am 29. und 30. September 2022 statt. Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, einen untergetauchten akustischen Sender in der Adria vor Biograd na Moru in einem Gebiet von 800 mal 800 Metern zu orten. Die sechs international besetzten Teams erhielten für die Ausbringung der Messtechnik jeweils ein Boot, um ihre spezielle Lokalisierungsmethode innerhalb einer Stunde anzuwenden. Zur Lokalisierung versenkten die Teams zunächst drei Mikrofone in selbst bestimmten geometrischen Anordnungen im Wasser. Aufgrund der jeweils unterschiedlichen Entfernung zwischen dem Sender und den Mikrofonen ergeben sich abweichende Empfangszeiten. Diese werden beeinflusst durch die Schallgeschwindigkeit im Wasser, die Synchronisation der Mikrofone und die Position des akustischen Senders. Aus diesen akustischen Rohdaten können dann die jeweilige Entfernung zum Sender und die dazugehörige Schallgeschwindigkeit berechnet und damit schließlich der Standort des Senders ermittelt werden.

Quelle:


Best Paper Award der DS-RT 2022 (06.12.2022)

Die Arbeit vergleicht Verfahren zur effizienten Ausführung sehr großer Simulationsmodelle in der Demographie. Hierbei stellen die Autoren einen klassischen Ansatz der parallelen Simulation einem neuartigen synchronen Algorithmus gegenüber und weisen nach, dass je nach Grad an räumlicher Lokalität im Modell jeweils einer der Ansätze fundamental überlegen ist. Die Erkenntnisse aus der Arbeit können als Grundlage für die Entwicklung von neuen Algorithmen dienen, die über diverse Modelleigenschaften hinweg kurze Simulationslaufzeiten ermöglichen.

Das seit 2000 jährlich stattfindende IEEE International Symposium on Distributed Simulation and Real Time Applications (DS-RT) zielt auf die Schnittmenge zwischen großen verteilten Simulationen und Echtzeitanwendungen. Inhaltliche Schwerpunkte liegen hierbei auf der Simulatorkopplung und der Zeitsynchronisation. Auf der DS-RT'22 präsentierte Dr. Philipp Andelfinger neben der oben beschriebenen Arbeit auch ein Tutorial mit dem Titel „Large-Scale Simulations of Agent-Based Systems: Parallel, Heterogeneous, Differentiable“.


Dreifache Auszeichnung für internationales Forschungsprojekt OPTIMUM (20.09.2022)

v.l.n.r.: Die drei OPTIMUM-Projektpartner der Universität Rostock Dr. Frank Golatowski, Hannes Raddatz und Fabian Hölzke. Hannes Raddatz und Fabian Hölzke schreiben derzeit auf Basis der Projektergebnisse an ihrer Promotion. OPTIMUM hat das Ziel, alte und neue Maschinen unterschiedlicher Hersteller über eine standardisierte Schnittstelle zu verbinden, so dass zum Beispiel Krane in Zukunft autonome Aufgaben übernehmen können, Foto: Hendryk Richter / Universität Rostock
Der Gewinnerpokal der europaweiten Forschungs- und Entwicklungsinitiative „Information Technology for European Advancement (ITEA)“, der dem Projektkonsortium OPTIMUM am 15. September 2022 überreicht wurde. Die Universität Rostock ist als Projektpartner maßgeblich an der Entwicklung einer Software-Plattform beteiligt, Foto: Frank Golatowski / Universität Rostock

Das 2017 gestartete ITEA-Forschungsprojekt OPTIMUM zielt auf mehr Effizienz, Datensicherheit und Benutzerfreundlichkeit in zukünftigen intelligenten Fabriken. Siebzehn Konsortialpartner aus sechs Ländern waren an dem Projekt beteiligt, das von Demag Cranes & Components geleitet wurde. Die Universität Rostock war als Projektpartner maßgeblich an der Entwicklung einer offenen und modularen, industriellen Software-Plattform beteiligt. Eine solche Plattform verbindet Menschen, Maschinen und deren Verwaltung, damit sie durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten und Informationen austauschen können.

Ziel der Forschungsarbeiten war es insbesondere, alte und neue Maschinen unterschiedlicher Hersteller über eine standardisierte Schnittstelle zu verbinden. Das wird auch maßgeblich durch die Mitarbeit der Universität an einem einheitlichen Kommunikationsstandard für Krane möglich. Durch diesen können Maschinen weltweit und von jedem Hersteller miteinander Daten austauschen und zusammenarbeiten.

Für diese Zusammenarbeit ist nicht zuletzt auch der Austausch von Positionsdaten von menschlichen Anwendern und Maschinen nötig. Auch hier hat die Universität Rostock durch die Erforschung der robusten Lokalisierung von Menschen im Industrieumfeld und dem standardisierten Austausch dieser Daten zum Projekterfolg beigetragen.

Dadurch erhalten Krane, Roboter und autonom fahrende Fahrzeuge neue Funktionen, wie z. B. den Befehl, dass die Maschinen zum Bediener kommen, zu einer bestimmten Stelle fahren sollen oder dass eine Maschine einem Menschen folgen kann. Diese innovativen Funktionen werden die Montagezeiten in der Industrie zukünftig verkürzen und für mehr Sicherheit in der Produktion sorgen. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Patent eingereicht. 

Nicht zuletzt wurden auch Studierende der Universität Rostock an den Projektarbeiten beteiligt: Eine Vielzahl von Hochschularbeiten wurde von Studierenden in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern erfolgreich zum Abschluss gebracht.

Quelle und weitere Informationen:


Best Paper Award der EECSS 2022 (30.07.2022)

Die elektrischen Eigenschaften einer Grenzfläche zwischen einer Elektrode und einem Neuron sind stark abhängig von der Grenzflächengeometrie und andere Parameter. Finite-Elemente-Modelle können verwendet werden, um diese Eigenschaften bis zu einem gewissen Grad zu untersuchen. Leider sind solche Modelle rechnerisch sehr teuer. Durch die Reduzierung dieser Modelle kann die Rechenzeit verringert werden. Die Autoren verwenden eine Krylovsubspace-basierte Modellordnungsreduktion, um ein vereinfachtes, linearisiertes Finite-Elemente-Modell einer Elektrode-Neuron-Schnittstelle zu erstellen. Dies erleichtert die Kopplung an das Hodgkin-Huxley-Modell auf Systemebene und reduziert die Rechenzeit erheblich. Die Genauigkeit des ursprünglichen Finite-Elemente-Modells bleibt dabei weitgehend erhalten.

Ziel des von der International Academy of Science, Engineering and Technology (International ASET Inc.) organisierten World Congress on Electrical Engineering and Computer Systems and Science – EECSS ist es, einer der führenden internationalen Jahreskongresse in den Bereichen Elektrotechnik und Computersysteme sowie Naturwissenschaften zu werden. Der Kongress besteht aus 5 Konferenzen und bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Forscherinnen und Forschern, Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieuren sowie Universitätsstudierenden gute Möglichkeiten, ihre Forschungsleistungen vorzustellen und neue Kooperationen und Partnerschaften mit Expertinnen und Experten zu entwickeln. Die International Academy of Science, Engineering and Technology (International ASET Inc.) wurde 2010 gegründet, um sich der Bildung in Wissenschaft und Technik zu widmen. Sie organisiert thematische Konferenzen, Kurse und Workshops zu wissenschaftlichen und technischen Themen und veröffentlicht wissenschaftlich-technische Zeitschriften und Bücher.


Joachim-Jungius-Förderpreis 2022 (01.07.2022)

Prof. Dr. rer. nat. habil. Ursula van Rienen, Betreuerin der Dissertation von Gorgi Zadeh, schreibt: „Dr. Gorgi Zadeh’s Dissertation umfasst eine Designstudie für den Future Circular Collider (FCC) mit Schwerpunkt auf dem Elektron-Positron-Collider FCC-ee. Insbesondere stellt diese Arbeit die weltweit erste umfassende Designstudie des Hochfrequenzsystems des FCC-ee dar, deren Ergebnisse entscheidend für die Weiterentwicklung des FCC sind. Ein besonderes Merkmal dabei ist, dass Herr Gorgi Zadeh seine numerischen Ansätze exemplarisch auch in Hochfrequenzmessungen validieren konnte. Dies ist insofern bemerkenswert als dass es sich um eine grundlegende, konzeptionelle Studie handelt.

Seine Ergebnisse hat Gorgi Zadeh der Fachwelt sowohl in den führenden Zeitschriften für Teilchenbeschleunigerphysik (wie etwa „Physical Review Accelerators and Beams“) als auch in Tagungsbeiträgen auf den relevanten Kongressen seines Forschungsgebiets (zum Beispiel auf der „International Particle Accelerator Conference“) präsentiert. Im Rahmen bzw. engem Zusammenhang mit seinem Promotionsthema hat Gorgi Zadeh insgesamt fünf Zeitschriftenartikel und vier Tagungsbeiträge veröffentlicht; er war als Koautor am Conceptual Design Report für den FCC beteiligt; er hielt bereits drei eingeladene Vorträge auf internationalen Tagungen.“

Die Gesellschaft der Förderer der Universität Rostock e.V. (GFUR) vergibt seit dem Jahr 1992 jährlich bis zu vier gleichwertige Preise für herausragende Dissertationen an der Universität Rostock, die jeweils mit 2.000 Euro dotiert sind.

Quelle und weitere Informationen:


Best Paper Award der PETRA 2022 (20.11.2022)

Der Beitrag des achtköpfigen interdisziplinären Autorenteams befasst sich mit der CareCam. Dabei handelt es sich um ein System, das gesundheitlichen Belastungen bei der Rechnerarbeit gezielt und individuell vorbeugt. Dazu werden in einer ohne Internetverbindung vollständig lokal lauffähigen Anwendung verschiedene relevante Parameter wie die Körperhaltung, Lidschlag und der Gesichtsausdruck analysiert. Dies kann ohne zusätzliche Sensorik nur über das Bild einer üblichen in Computer integrierten Webcam erfolgen. Auf Basis der Analyse kann das System während der Arbeit dann bei individuellem Bedarf automatisiert Hinweismeldungen generieren, die an eine gesunde Arbeitsweise erinnern. Ein Beispiel hierfür sind Meldungen, die zum Wechsel der Sitzposition animieren, um den Rücken gesund und fit zu halten. Zudem bietet die CareCam auch geführte Übungen an, die je nach Notwendigkeit ebenfalls automatisch angezeigt werden. Somit wird typischen Problemen bei der Rechnerarbeit gezielt vorgebeugt, die weltweit getrieben durch die Digitalisierung immer weiter zunimmt und im Home-Office teils unter ergonomisch ungünstigen Bedingungen ausgeführt wird. Durch die einfache Anwendbarkeit ohne zusätzliche Sensorik kann das System somit einen wirksamen Beitrag zur Prävention leisten.

Die jährlich unter dem Dach der ACM-Organisation organisierte Konferenz „PErvasive Technologies Related to Assistive Environments“ (kurz: PETRA) fand in diesem Jahr zum 15. Mal statt. Konferenzort war Corfu in Griechenland. Aus den insgesamt 138 Einreichungen aus 27 Ländern wurden 33 Beiträge nach Begutachtung als vollwertige Beiträge angenommen. Die PETRA-Konferenz ist damit ein anspruchsvolles und kompetitives Umfeld zur Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse, weswegen sich das Autorenteam umso mehr über den Best-Paper-Award freut und allen am Beitrag direkt und indirekt Mitwirkenden dankt.


Best Paper Award der EBL 2022 (07.11.2022)

In seinem Beitrag berichtet Andrej Novikov über seine Untersuchungen zur Realisierung hochtemperaturstabiler Lötverbindungen durch die Anwendung von Verbundlotmaterialien. Im Gegensatz zu bekannten Lösungen mit Loten auf der Basis von SnCu- oder SnAg-Legierungen gelang ihm die Herstellung von hochtemperaturstabilen Lötverbindungen durch Diffusionslöten mit besonders niedrigschmelzenden Loten auf SnBiAg-Basis. Dadurch kann der Lötprozess besonders schonend und energiesparend durchgeführt werden.

Durch Diffusionslöten kann die Wiederaufschmelztemperatur gezielt erhöht werden, so dass die Betriebstemperatur der fertigen Lötverbindung die Fügeprozesstemperatur überschreiten kann. Mit Verbundlotmaterialien können so hoch beanspruchbare Lötverbindungen hergestellt werden. Andrej Novikov hat dabei das Verbundlotmaterial aus der eutektischen Lotlegierung BiSnAg mit der Schmelztemperatur von 139 °C und zugesetzten Kupferpartikeln untersucht, wobei der Einfluss des Wärmeeintrages während des Lötprozesses und einer nachträglichen thermischen Auslagerung auf die Mikrostruktur der Lötverbindungen im Blickpunkt stand.

Die EBL – Elektronische Baugruppen und Leiterplatten wird als Gemeinschaftstagung des DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. und der GMM – VDE/VDI-Gesellschaft Mikroelektronik, Mikrosystemtechnik und Feinwerktechnik durchgeführt. Sie ist die führende Tagung zu Fertigungstechniken und Baugruppentechnologien in Europa. Prof. Dr.-Ing. habil. Mathias Nowottnick (Institut für Gerätesysteme und Schaltungstechnik) ist der wissenschaftliche Tagungsleiter.


Best PhD Colloquium Award der ACM SIGSIM-PADS 2022 (12.11.2022)

Zu den Hauptthemen des Bereichs parallele und verteilte Simulation gehören die Leistungsvorteile neuer Methoden und Optimierungen. Leistungsbewertungen der verschiedenen Simulatoren beruhen jedoch häufig auf benutzerdefinierten Modellen, Parametrisierungen und Basisimplementierungen, was direkte Vergleiche erschwert. Wir präsentieren unsere Vision und erste Schritte in Richtung COMPADS, einem Benchmark-Modell und Repository zum reproduzierbaren Vergleich der Leistung paralleler und verteilter Simulatoren und ihrer jeweiligen Algorithmen. COMPADS ist die Abkürzung für COMparing Parallel And Distributed Simulators. Zu den ersten Ergebnissen gehört ein neuartiges deterministisches synthetisches Benchmark-Modell, das von PHOLD und La-pdes inspiriert wurde. Die Benchmark-Ausgabe ist eine Prüfsumme, die die Korrektheit einer Implementierung und ihrer Ausführung bestätigt.

Die ACM SIGSIM International Conference on Principles of Advanced Discrete Simulation (ACM SIGSIM-PADS) ist die Flaggschiff-Konferenz der Special Interest Group on Simulation and Modeling (SIGSIM) der Association for Computing Machinery (ACM). Die 1969 gegründete Association for Computing Machinery (ACM) Special Interest Group (SIG) on Simulation and Modeling (SIM) ist das Netzwerk aller Informatikerinnen und Informatiker auf dem Gebiet der Modellierung und Simulation weltweit und organisiert internationale Konferenzen. Die Association for Computing Machinery (ACM) wurde 1947 als erste wissenschaftliche Gesellschaft für Informatik gegründet mit dem Ziel, die Wissenschaft und Anwendung der Informationstechnologie zu fördern. Die ACM ist mit ca. 78.000 Mitgliedern in über einhundert Ländern vertreten.


Master-Absolventin der Universität Rostock mit Schnieder-Preis JUNGE MACHERIN ausgezeichnet (25.05.2022)

Mit dem „Schnieder-Preis JUNGE MACHERIN“ zeichnet die „acatech“ Abschlussarbeiten besonders talentierter junger Wissenschaftlerinnen aus und würdigt gleichzeitig ihr gesellschaftliches Engagement. Neben einem Preisgeld von 3.000 Euro und einem Pokal, dem acatech-Würfel, erhält Ulrike Fitzer ein Mentoring durch eine erfahrene Wissenschaftlerin oder einen erfahrenen Wissenschaftler der Akademie. Für den Preis vorgeschlagen wurde Ulrike Fitzer von der Elektrotechnik-Professorin Ursula van Rienen, selbst acatech-Mitglied und damit vorschlagsberechtigt. „Ich habe Frau Fitzer als damalige Studiengangsverantwortliche kennengelernt und sie nach einem Beratungsgespräch zu diesem Studium ermuntert. Sie hat mich sowohl in diesem Gespräch, bei ihrem vorbereitenden Selbststudium als auch später in meiner Vorlesung stets sehr durch ihr Können und ihre Zielstrebigkeit beeindruckt“, erinnert sich Ursula van Rienen.

Ulrike Fitzer hat ihr Masterstudium in Computational Science and Engineering neben ihrer anspruchsvollen Vollzeittätigkeit durchgeführt. In ihrer Masterarbeit hat sie neuartige Verfahren zur Topologieoptimierung für resonante Strukturen entwickelt und implementiert. Damit trägt Fitzer dazu bei, einen verbesserten Entwurf für den Energiewandler zu finden, der in der Zukunft Batterien auf umweltfreundliche Weise ersetzen könnte. Solche Energiewandler nutzen mechanische Vibrationen und wandeln diese in elektrische Energie um. Die gewinnbare Energie hängt dabei sehr stark vom Entwurf des Energiewandlers ab. Ziel aktueller Forschung ist die Entwicklung von Energiewandlern, die zuverlässig auch unter schwankenden äußeren Einflüssen genug Energie liefern, um energieeffiziente elektrische Geräte zu versorgen.

Ulrike Fitzer war Offizier, Pilotin, Fluglehrerin und Flugsicherheitsoffizier der Bundeswehr und ist inzwischen beim Konzern Airbus beschäftigt. Neben dieser Tätigkeit hat sie den Masterstudiengang sehr erfolgreich mit ihrer nun ausgezeichneten Masterarbeit abgeschlossen. Darüber hinaus hat sie sich regelmäßig beim Girls‘ Day engagiert, hält Vorträge und tritt in zahlreichen Dokumentationen und Interviews auf, um bei jungen Menschen Begeisterung für technische Berufe zu wecken. Ihre wissenschaftliche Laufbahn setzt Ulrike Fitzer nebenberuflich als Doktorandin an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven in Kooperation mit der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik der Universität Rostock zum Thema „Modellordnungsreduktion in biologischen Anwendungen“ fort. Betreut wird sie von Professorin Tamara Bechtold, die an beiden Hochschulen tätig ist.

Professorin Tamara Bechtold ist beeindruckt von der Motivation und Zuverlässigkeit der Absolventin: „Trotz ihrer beruflichen Vollzeitbeschäftigung parallel zum Studium war Frau Fitzer stets in der Lage, vereinbarte Ergebnisse zu liefern. Oft wurden die an sie gestellten Erwartungen übertroffen. Derzeit arbeitet Frau Fitzer an ihrer Promotion. Sie war in der Lage, nach nur zwei Monaten einen Beitrag bei der renommierten Simulationskonferenz „EuroSimE 2022“ erfolgreich einzureichen.“

Ulrike Fitzer freut sich über die Ehrung: „Das Studium mit einem Vollzeit-Job zu kombinieren, war ein ambitioniertes Projekt. Begeistert hat mich die Unterstützung aller Lehrkräfte. Sie waren jederzeit erreichbar und hilfsbereit, sowohl bei Verständnisfragen als auch bei organisatorischen Problemen. Ich hätte nie erwartet, dass mir das Studium an der Uni Rostock so unkompliziert ermöglicht wird. Toll fand ich auch die Vielfalt der angebotenen Module. In diesem Studiengang ist es möglich, Technik, Mathematik, Informatik und Physik in ganz unterschiedlichen Kombinationen zu verbinden, während man nebenbei sogar noch sein Englisch verbessert. Sogar ein Kurs über Simulation von physiologischen Systemen war dabei, bei dem ich viel über die Funktion des menschlichen Gehirns gelernt habe. Zusammen mit den Kursen bei Frau Prof. Bechtold hat er mein Interesse für mein jetziges Promotionsthema geweckt. Ich möchte alle technik-interessierten Mädchen und jungen Frauen ermuntern, sich über die tollen Möglichkeiten zu informieren, die Studiengänge und Berufe im technischen Bereich bieten. Sowohl früher als Pilotin bei der Bundeswehr, als auch jetzt als Doktorandin, macht mir meine Arbeit sehr viel Freude. Sie ist spannend, abwechslungsreich und ich lerne jeden Tag etwas Neues dazu.“

Die „acatech“ vertritt die deutschen Technikwissenschaften im In- und Ausland, berät Politik und Gesellschaft, unterstützt den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und fördert den technikwissenschaftlichen Nachwuchs. Die Mitglieder der Akademie stammen aus den Ingenieur-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften und werden aufgrund ihrer herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in die Akademie aufgenommen.


Rostocker Start-up „Torian Trading“ will mit dem EXIST-Gründerstipendium neue Maßstäbe im Bereich der Finanztechnologie setzen (28.02.2022)

Mit den innovativen FinTech-Software-Lösungen von „Torian Trading“ haben Börsenhändlerinnen und -händler die Möglichkeit, voll automatisiert und in Echtzeit komplexe Handelsentscheidungen zu treffen. Darüber hinaus werden zum Beispiel mittelständische Medizintechnikunternehmen bei der Prüfung und Verwertung von Daten unterstützt.

Wissenschaftlich eingebunden ist das Projekt über den Lehrstuhl für Theorie der Programmiersprachen und Programmierung der Universität Rostock, geleitet von Professor Karsten Wolf. „Ich freue mich, dass das Team die Zusage für das Gründerstipendium erhalten hat. Mit ihrer innovativen Idee werden theoretisch fundierte Methoden auf praktisch relevante Probleme angewandt. Genau das ist es, was ich in meiner Lehre vermittle“, so Professor Karsten Wolf. Das Herzstück des Projekts stellt ein hochinnovativer Algorithmus zur Change Point-Erkennung dar, der zu genaueren Ergebnisse als bisherige Systeme führt. Darüber hinaus sorgt das selbstlernende System dafür, dass Handelsentscheidungen fortlaufend erleichtert werden. „Mit Professor Karsten Wolf haben wir einen ausgezeichneten Mentor für unser Projekt, der uns mit seiner Expertise insbesondere beim Algorithmen- und Softwareentwurf unterstützten wird. Er war bereits Mentor für ein EXIST-Gründerstipendium und weiß genau, worauf es beim Mentoring ankommt“, sagt Dr. Torsten Liebke, Ideenträger von „Torian Trading“. Mit der Software-Lösung, die es Börsenhändlerinnen und -händlern ermöglicht, komplexe Handelsstrategien auf benutzerfreundliche Weise umzusetzen, zu verfolgen und zu verbessern, will das Team neue Standards setzen.

Wirtschaftlich eingebunden ist das Projekt über den Lehrstuhl für ABWL: Service Operations der Universität Rostock. Hier steht die Expertise von Professor Michael Leyer zur Verfügung. Er ist spezialisiert auf die Auswirkungen neuer Technologien, beschäftigt sich mit der Akzeptanz und der Gestaltung künstlicher Intelligenz sowie von Dienstleistungsnetzwerken. Hierdurch kann Michael Leyer die drei Gründer optimal beraten und unterstützen.

Das Zentrum für Entrepreneurship (ZfE) der Universität Rostock half dem innovativen Gründerteam bei der Antragstellung des EXIST-Gründerstipendiums sowie der Weiterentwicklung der Projektidee. „Für die Ideenträger ist das EXIST-Gründerstipendium im Wert von mehr als 140.000 Euro eine ausgezeichnete Möglichkeit, ihre Idee weiterzuentwickeln und auf den Markt zu bringen“, so Martin Dinter vom ZfE. Das Stipendium unterstützt Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die ihre Gründungsidee realisieren und in einen Businessplan umsetzen möchten. Weitere Informationen und Beratung zum EXIST-Förderprogramm bietet das ZfE der Universität Rostock.

Quelle und weitere Informationen:


INFO.RO Förderpreis für die Beste Bachelorarbeit im Studienjahr 2020/2021 (27.01.2022)

Die Arbeit von Herrn Kreikemeyer ist im Bereich Modellierung und Simulation angesiedelt und widmet sich der Konzipierung, Implementierung und Evaluierung eines Simulationsalgorithmus für agentenbasierte Modelle. Es wurden zwei anspruchsvollen Themen der Informatik kombiniert. Zum einen entwickelte Herr Kreikemeyer ein Konzept für einen Simulationsalgorithmus, der wechselseitige Abhängigkeiten zwischen Agenten und Ereignissen ausnutzt, um unnötige Neuberechnungen einzusparen. Dazu setzte er sich intensiv mit den Grundlagen und dem state of the art der diskret-ereignisorientierten Simulation von agentenbasierten Modellen auseinander. Zum anderen erarbeitete er sich die Grundlagen der aspekt-orientierten Programmierung sowie deren praktische Umsetzung mit dem Framework AspectJ. Herr Kreikemeyer kombinierte beide Ansätze in einem neuartigen Simulationsalgorithmus, dessen Performanz er dann gründlich evaluierte. Die Performanz des Simulationsalgorithmus konnte insbesondere bei größeren Agentenmodellen im Vergleich zu existierenden Simulationsalgorithmen überzeugen. Die herausragende Arbeit konnte die Jury des Vereins INFO.RO vollständig überzeugen. Herr Kreikemeyer konnte auf Grundlage seiner in Englisch abgefassten Bachelorarbeit zudem als Erstautor einen Artikel auf der 54. Winter Simulation Conference in Phoenix, Arizona präsentieren.

Der Preis wurde in einer Videokonferenz vom Vorstand des Vereins Informatik-Forum Rostock e.V. – INFO.RO von Prof. Dr. rer. nat. habil. Adelinde Uhrmacher (Vorsitzende), Prof. Dr. rer. pol. Michael Fellmann (stv. Vorsitzender) und Dr.-Ing. Bernd Karstens (Schatzmeister) im Beisein von Sponsoren und Gästen überreicht.

Der Preis wird vom Verein Informatik-Forum Rostock e.V. (INFO.RO) seit dem Jahr 2012 jährlich für eine am Institut für Informatik entstandene hervorragende Bachelorarbeit an Studierende der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik vergeben. Von einer unabhängigen Jury wurden dazu in diesem Jahr je drei eingereichte Bachelorarbeiten und vier Masterarbeiten begutachtet. Wie auch schon in den Vorjahren bewegten sich die vorgeschlagenen Arbeiten durchweg auf einem sehr hohen Niveau, sodass die Auswahl der Jury nicht leichtgefallen ist. Dennoch konnte die Jury sich schließlich eindeutig auf die diesjährigen Preisträger festlegen. Diese können sich in diesem Jahr neben der Auszeichnung zusätzlich auf ein erhöhtes Preisgeld in Höhe von 300 Euro für die beste Bachelorarbeit und 600 Euro für die beste Masterarbeit freuen. Möglich wurde die Anhebung dank einer Spende von MLP.


INFO.RO Förderpreis für die Beste Masterarbeit im Studienjahr 2020/2021 (27.01.2022)

Herr Zimmer beschäftigte sich mit der Datenintegration aus heterogenen Quellen. Er erweiterte dazu eine Technik, die als Global-as-Local-View-Extension (GaLVE) in Rostock entwickelt wurde. Bisher war die Fragestellung nach einer Beschreibung durch Schemaabbildungen noch offen. Herr Zimmer hat in seiner Arbeit eine allgemeine Berechnungsvorschrift für die invertierte Schemaabbildung zur Erweiterung der einzelnen Quellen sowie eine Beschreibung des gesamten neuen GaLVE-Verfahrens auf Basis der Relationenmodells erstellt. Hierfür hat er

  • die theoretischen Grundlagen entwickelt, um Schemaabbildungen mit Informationsverlust zuzulassen ohne dabei die Vollständigkeit der erweiterten Quellen zu gefährden,
  • in einer aufwändigen Literaturrecherche eigenständig eine geeignete Theorie zur Invertierung von Schemaabbildungen gesucht und diese entsprechend erweitert
  • sowie das gesamte neu entwickelte GaLVE-Verfahren prototypisch implementiert.

Die Implementierung erfolgte in ChaTEAU, einem am Lehrstuhl entwickelten Java-Tool zur Verarbeitung des CHASE-Algorithmus. In der Konzeptentwicklung musste sich Herr Zimmer dabei stets an die Einschränkungen halten, welche durch den in ChaTEAU implementierten Standard-CHASE gegeben sind. Dies hatte insbesondere die Anpassungen der in der Literatur gefundenen Algorithmen in Logik erster Stufe sowie eine Anpassung des disjunkten CHASE für die Verarbeitung der Schemaabbildungen zur Folge. Die Jury des Vereins überzeugte die gelungene Verbindung von theoretischen Betrachtungen verbunden mit der praktischen Umsetzung und Auswertung der Ergebnis

Der Preis wurde in einer Videokonferenz vom Vorstand des Vereins Informatik-Forum Rostock e.V. – INFO.RO von Prof. Dr. rer. nat. habil. Adelinde Uhrmacher (Vorsitzende), Prof. Dr. rer. pol. Michael Fellmann (stv. Vorsitzender) und Dr.-Ing. Bernd Karstens (Schatzmeister) im Beisein von Sponsoren und Gästen überreicht.

Der Preis wird vom Verein Informatik-Forum Rostock e.V. (INFO.RO) seit dem Jahr 2012 jährlich für eine am Institut für Informatik entstandene hervorragende Bachelorarbeit an Studierende der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik vergeben. Von einer unabhängigen Jury wurden dazu in diesem Jahr je drei eingereichte Bachelorarbeiten und vier Masterarbeiten begutachtet. Wie auch schon in den Vorjahren bewegten sich die vorgeschlagenen Arbeiten durchweg auf einem sehr hohen Niveau, sodass die Auswahl der Jury nicht leichtgefallen ist. Dennoch konnte die Jury sich schließlich eindeutig auf die diesjährigen Preisträger festlegen. Diese können sich in diesem Jahr neben der Auszeichnung zusätzlich auf ein erhöhtes Preisgeld in Höhe von 300 Euro für die beste Bachelorarbeit und 600 Euro für die beste Masterarbeit freuen. Möglich wurde die Anhebung dank einer Spende von MLP.


Wissenschaftlerin der Universität Rostock in Beirat der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung berufen (04.01.2022)

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Sie widmet sich seit ihrem Bestehen der Forschung, Bewertung und Beratung für Sicherheit in Chemie und Technik. Neue Materialien zählen heute zu den Schlüsseltechnologien einer modernen Industriegesellschaft. Sie finden u.a. Anwendung in der Erzeugung und Speicherung von Energie, in innovativen Sensoren oder in der Gesundheitswirtschaft und beruhen häufig auf biobasierten Polymeren und Nanokompositen. Der Themenbereich Materialdesign der BAM widmet sich der Entwicklung neuartiger Materialien und stellt damit eine wesentliche Schnittstelle zu allen Themenfeldern der BAM dar.

Mit der Berufung von Professorin Kerstin Thurow in den wissenschaftlichen Beirat soll insbesondere der Bereich der automatisierten Materialforschung gestärkt werden. Die Entwicklung geeigneter Systeme und Systemkomponenten stellt eine wichtige Aufgabe dar, um die in anderen Bereichen bereits etablierten Hochdurchsatzverfahren auch für den Bereich der Materialforschung und -charakterisierung verfügbar zu machen.

Kerstin Thurow wird ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der Entwicklung von Automationssystemen für unterschiedlichste Anwendungen in den Life Sciences in die Arbeit des Wissenschaftlichen Beirates einbringen. In dem vom European Research Council geförderten Synergy Projekt ADAM (Autonomous Discovery of Advanced Materials) wird sie am Center for Life Science Automation gemeinsam mit ihrem Team und Kooperationspartnern der Universitäten Liverpool und Southampton in den kommenden Jahren auf dem Gebiet der automatisierten und KI-gestützten Synthese neuer Materialien umfangreiche Forschungsarbeiten durchführen.

Quelle und weitere Informationen: