Preise und Ehrungen aktuelles Jahr – Langansicht

CHE Masterranking 2025: Zufriedene Studierende in den Ingenieurwissenschaften an der Universität Rostock (10.12.2025)

Für die ingenieurwissenschaftlichen Masterstudiengänge der Universität Rostock (Elektrotechnik, Informationstechnik/Technische Informatik, Electrical Engineering, Computational Science and Engineering, Medizinische Informationstechnik, Maschinenbau und Schiffs- und Meerestechnik) zeigte sich im CHE-Masterranking eine hohe Zufriedenheit der Studierenden. Insbesondere mit der Betreuung durch Lehrende und der allgemeinen Studiensituation sind die Studierenden mehrheitlich sehr zufrieden. Auch der Übergang zwischen Bachelor- und Masterstudium wird mehrheitlich als sehr positiv bewertet. 

„Ich freue mich, dass unser Engagement für eine hohe Qualität der Lehre und der Studienbedingungen sowie die gute Betreuung durch die Lehrenden von unseren Studierenden so positiv beurteilt werden. Dieses Ergebnis ist für uns eine wertvolle Rückmeldung und bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen.“, sagt Professor Karsten Wolf, Prorektor für Studium und Lehre. 

Das Studierendenmagazin ZEIT CAMPUS veröffentlicht eine Auswahl der Ergebnissein in der aktuellen Ausgabe, welche ab dem 11. Dezember im Handel und online erhältlich ist. Das Ranking der Masterstudiengänge ist ab sofort auch online unter http://www.heystudium.de/masterranking kostenlos abrufbar und soll Masterinteressierte bei der Wahl des Masterstudienfaches und -standortes unterstützen. 

Weitere Informationen zum CHE-Hochschulranking sind hier zu finden.

Quelle und weitere Informationen:


Deutschland STIPENDIUM 2025/2026 (07.11.2025)

Drei Stipendien wurden an Erstsemester neu vergeben und 10 Stipendien neu an Studierende in höheren Semestern. 17 Stipendien wurden verlängert.

Die Deutschland Stipendien können vergeben werden an Studierende im ersten Semester, die für ihre ausgezeichneten Abiturleistungen gefördert werden, sowie an Studierende in höheren Semestern, deren sehr gute Studienleistungen gewürdigt werden.

Die Übergabe der Urkunden erfolgte am 6. Oktober 2025 in einer feierlichen Veranstaltung in der Aula im Universitätshauptgebäude.

Die Universität Rostock vergibt das im Jahr 2011 eingerichtete Deutschland STIPENDIUM jährlich seit dem Studienjahr 2011/2012.

Das „Deutschlandstipendium“ der Bundesregierung ist ein nationales Stipendienprogramm, mit dem besonders begabte und leistungsstarke Studierende an Hochschulen in Deutschland gefördert werden. Die Stipendien in Höhe von 300 Euro pro Monat werden von privaten Geldgebern (Unternehmen, Stiftungen, Privatpersonen) und vom Bund (Bundesministerium für Bildung und Forschung) gemeinsam finanziert und für jeweils zwei Semester vergeben. Eine Verlängerung ist möglich.

Weitere Informationen:


Lehrstuhl Visual Analytics und Lehrstuhl Modellierung und Simulation erhalten Best Short Paper Award bei VCBM 2025 (15.10.2025)

v.l.: Prof. Dr. Thomas Höllt (TU Delft, Symposiumsvorsitzender), Preisträger Dr.-Ing. Lena Cibulski und Prof. Dr. Stefan Bruckner (beide Universität Rostock). © Foto: Amir Zaidi, TU Delft

Mit ihrem Beitrag „Visual Analysis of Time-Dependent Observables in Cell Signaling Simulations” überzeugten Dr.-Ing. Lena Cibulski, Dr.-Ing. Fiete Haack, Prof. Dr. rer. nat. habil. Adelinde Uhrmacher und Prof. Dr. techn. habil. Stefan Bruckner die Jury mit einem neuartigen Visualisierungsdesign, das parallele Koordinaten um eine Darstellung zeitabhängiger Daten erweitert, um so Simulationen der Signalweiterleitung in Zellen zu analysieren. Dies lieferte Hinweise auf bisher wenig erforschte Signalaktivierungsverhalten.

Der Ansatz bettet Liniendiagramme in parallele Koordinaten ein, um eine gleichzeitige visuelle Analyse von numerischen Modellparametern und simulierten Signalverhalten über die Zeit zu ermöglichen. Die interaktive Exploration dieser Daten unterstützt (1) Modelliererinnen und Modellierer bei der Kalibrierung von Modellparametern, sodass die simulierten Signalantworten über die Zeit das Referenzverhalten aus der zellbiologischen Forschung widerspiegeln, und (2) Zellbiologinnen und Zellbiologen bei der Ergründung des Einflusses des Rezeptor-Lebenszyklus auf die Effizienz der Signalübertragung innerhalb einer Zelle. Dieser Ansatz trägt effektiv zu einem besseren Verständnis der Abläufe bei der Signalübertragung in Zellen bei und legt einen Grundstein für eine positive Beeinflussung dieser Abläufe zugunsten der menschlichen Gesundheit.

Die VCBM ist ein seit 2008 jährlich stattfindendes Symposium, das von der GI-Arbeitsgruppe „Visual Computing in Biology and Medicine” organisiert wird und führende Forscherinnen und Forscher aus ganz Europa zusammenbringt, die sich dort über angewandte Forschung an der Schnittstelle von Visualisierung und Biowissenschaften austauschen.

 


Universität Rostock prämiert exzellentes Forschungsdatenmanagement mit GitLab (08.10.2025)

Verleihung des Gitlab-Best Practice Preises für Forschungsdatenmanagement; v.l. Professorin Nicole Wrage-Mönnig (Prorektorin für Forschung, Talententwicklung und Chancengleichheit), Jacob Thönes (Fakultät für Informatik und Elektrotechnik), Malte Bruhn (Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik), Sebastian Schick (Leiter Team Forschungsdaten UB Rostock), Antje Theise (Direktorin UB Rostock). © Foto: Universität Rostock / Thomas Rahr

Mithilfe der Softwareplattform GitLab, die von der Universität Rostock seit Anfang 2025 angeboten wird, haben M. Sc. Jacob Thönes von der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik (IEF) und M. Sc. Malte Bruhn von der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik (MSF) die Gutachter:innen mit ihren jeweiligen Projekten überzeugt und die mit insgesamt 1500€ dotierten Preise erhalten. 

Mit der Idee Visualisierungen von Forschungsdaten durch automatisierte Prozesse für die wissenschaftliche Publikation mit LaTeX zu erstellen, hat Herr Thönes den ersten Platz gewonnen. Seine Umsetzung erfüllt die vielfältigen Kriterien des Awards und zeigt auf exzellente Weise, wie man moderne IT-Technologien für das nachhaltige Forschungsdatenmanagement einsetzen kann. Die Vorlage kann auch von anderen auf einfache Weise nachgenutzt werden und hat damit das Potential auch über die eigene Nutzung hinaus das Wissenschaftsfeld zu verbessern.

Herr Bruhn erhielt den zweiten Platz für seine Implementierung des Wireanalyzers, einer Software zur in-situ Korrosionsanalyse von Mikrodrähten in Nanocomputertomographie (nano-CT) Scans. Dieses exzellente Projekt zeigt, wie reproduzierbare Datenanalyse und Softwareentwicklung mithilfe der GitLab-Plattform umgesetzt werden kann. Somit dient dieses Projekt als Best-Practice Beispiel für Forschende, die Software entwickeln, und fördert die Reproduzierbarkeit und Nachnutzung solcher.

Prof. Dr. Nicole Wrage-Mönnig, Prorektorin für Forschung, Talententwicklung und Chancengleichheit, freut sich über die exzellenten Projekte und das große Interesse am Award. Sie hebt hervor, dass "praktische Beispiele wichtig für die Implementierung von gutem Forschungsdatenmanagement an der Universität sind und damit auch die nachhaltige Sicherung von Forschungsergebnissen ermöglichen".

Die ausgezeichneten Projekte und weitere Einreichungen wurden in einer öffentlich zugänglichen Best-Practice Sammlung zusammengeführt, sodass Forschende konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für die Arbeit mit GitLab erhalten. Besonderer Dank gilt neben allen Einreichenden auch dem Gutachter-Gremium, welches aus FDM-Expert:innen der Universität Rostock sowie den beiden externen Expert:innen Prof. Frank Krüger (HS Wismar, Lehrstuhl Data Science and Machine Learning) und Dr. Anja Eggert (FBN Dummerstorf,  Leiterin des Data Service Centers) bestand.

Quelle und weitere Informationen:


Nils Arbeiter wird mit dem ELAINE Reproducibility Prize 2025 ausgezeichnet (07.10.2025)

M.Sc. Nils Arbeiter. Foto: privat

Seine Publikation „Improving Four-Electrode Impedance Measurements by Numerical Simulations“ ( https://ieeexplore.ieee.org/document/10847166 ) wurde für ihren herausragenden Beitrag zur reproduzierbaren Forschung ausgezeichnet. 

Der Reproduzierbarkeitspreis wird jährlich verliehen, um die Bedeutung von Reproduzierbarkeit hervorzuheben und den zusätzlichen Aufwand zu würdigen, der für robuste und transparente wissenschaftliche Ergebnisse erforderlich ist.


Anja Wolpers erhält den INFO.RO-Preis für die beste Masterarbeit im Jahr 2024 (01.07.2025)

Preisträgerin M.Sc. Anja Wolpers. © Bild: Carolin Gellner

Die feierliche Preisverleihung wurde vom Verein Informatik-Forum Rostock e.V. (INFO.RO) auf dem diesjährigen Sommerfest der Informatik und Mathematik vorgenommen. Die Arbeit wurde unter der Betreuung von Prof. Dr. rer. nat. habil. Adelinde Uhrmacher am Institut für Visual and Analytic Computing realisiert. Der Preis ist mit 400 Euro dotiert.

Die Masterarbeit entstand in Zusammenarbeit mit dem Rostocker Unternehmen Limbus Medical Technologies und widmet sich der softwaregestützten Diagnose genetisch bedingter Krankheiten. Ein zentrales Problem in der medizinischen Diagnostik besteht darin, aus Millionen individueller DNA-Variationen gezielt jene pathogenen Varianten herauszufiltern, die für die Erkrankung eines Patienten verantwortlich sind. Bisherige ontologiebasierte Methoden der phänotypischen Genpriorisierung stoßen dabei an Grenzen, da viele Gene mehreren Krankheitsbildern zugeordnet werden können.

Frau Wolpers entwickelte einen innovativen Algorithmus, der diesen Herausforderungen durch eine krankheitsbasierte phänotypische Genpriorisierung begegnet und in der Hälfte der untersuchten Fälle zu verbesserten Ergebnissen führt. Die Arbeit überzeugt nicht nur durch ihren wissenschaftlichen Gehalt, sondern auch durch die außerordentliche Eigenständigkeit und Klarheit der Darstellung in einem hochkomplexen Themenfeld. Die Ergebnisse sollen in ein geplantes Softwareprodukt von Limbus Medical einfließen; zudem ist ein Konferenzbeitrag in Vorbereitung. Bemerkenswert ist auch das Engagement von Frau Wolpers über die Forschung hinaus: Sie gewann eine Science Slam Trophäe im Jahr 2024 und entschied sich trotz eines Angebots des Unternehmens, der Wissenschaft treu zu bleiben.

Mit dieser Arbeit leistet Frau Wolpers einen richtungsweisenden Beitrag zur medizinischen Informatik und demonstriert eindrucksvoll, wie Forschung, Praxisnähe und gesellschaftliche Relevanz miteinander verbunden werden können.

Der Preis wird vom Verein Informatik-Forum Rostock e.V. (INFO.RO) seit dem Jahr 2012 jährlich für eine am Institut für Informatik entstandene hervorragende Masterarbeit an Studierende der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik vergeben.


Glenn Skrzypczak erhält INFO.RO-Preis für die beste Bachelorarbeit im Jahr 2024 (01.07.2025)

v.l.: Preisträger B.Sc. Glenn Skrzypczak und INFO.RO Vorsitzender Prof. Michael Fellmann © Bild: Carolin Gellner

Die feierliche Preisverleihung wurde vom Verein Informatik-Forum Rostock e.V. (INFO.RO) auf dem diesjährigen Sommerfest der Informatik und Mathematik vorgenommen. Die Arbeit wurde unter der Betreuung von apl. Prof. Dr.-Ing. habil. Christian Tominski am Institut für Visual and Analytic Computing realisiert. Der Preis ist mit 200 Euro dotiert.

In seiner Bachelorarbeit widmete sich Herr Skrzypczak der Herausforderung, die jeweiligen Stärken von Virtual Reality (VR) und klassischen Desktop-Umgebungen zu vereinen, um den bislang bestehenden Medienbruch in der Visualisierung zu überwinden. Er entwickelte innovative Strategien zur Cross-Device-Visualisierung, die eine Synchronisation sowie eine kontextbezogene Navigation zwischen VR und Desktop ermöglichen. Diese Konzepte wurden exemplarisch auf die komplexe „Kiviat Tube“-Visualisierung angewendet und zeichnen sich durch ein bemerkenswertes Maß an konzeptioneller und gestalterischer Tiefe aus.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Virtual Reality im Bachelorprogramm nicht als Lehrinhalt vorgesehen ist und stattdessen erst im Masterstudiengang „Visual Computing“ behandelt wird. Innerhalb eines Zeitraums von lediglich 23 Wochen eignete sich Herr Skrzypczak eigenständig umfassende Kenntnisse an, die es ihm ermöglichten, nicht nur ein formales Konzept zu erarbeiten, sondern auch differenzierte Visualisierungs- und Interaktionsdesigns für beide Umgebungen zu entwerfen. Die Qualität seiner Ergebnisse führte dazu, dass die entwickelten Lösungen für ein geplantes Kooperationsprojekt mit der Universitätsmedizin zur Einrichtung eines „Immersive Analytics Lab for Next-Generation Sequencing Data“ vorgesehen sind.

Mit seinem Beitrag leistet Herr Skrzypczak einen beachtlichen Schritt in Richtung einer nutzerfreundlichen und technisch anspruchsvollen XR-Visualisierung. Der INFO.RO Förderpreis würdigt somit nicht nur die wissenschaftliche Exzellenz der Arbeit, sondern auch die außergewöhnliche Eigeninitiative und Originalität der Bearbeitung des Preisträgers.

Der Preis wird vom Verein Informatik-Forum Rostock e.V. (INFO.RO) seit dem Jahr 2012 jährlich für eine am Institut für Informatik entstandene hervorragende Bachelorarbeit an Studierende der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik vergeben.


IEF vergibt Preis für beste Lehre im Fachgebiet Elektrotechnik für Sommersemester 2024 und Wintersemester 2024/2025 (03.07.2025)

v.l.: Preisträger Prof. Hans-Günter Eckel, Dekan Prof. Kurt Sandkuhl. © Foto: Dr. Michael Rethfeldt

Prof. Hans-Günter Eckel erhält den Preis für seine Lehrveranstaltungen „Geregelte Elektrische Antriebe“ im Sommersemester 2024 sowie „Umrichterregelung für Erneuerbare Energien“ und „Grundlagen der Leistungselektronik“ im Wintersemester 2024/2025.

Die Ehrung ist mit einem Preisgeld verbunden. Die Preise wurden vom Dekan der IEF Prof. Dr.-Ing. Kurt Sandkuhl auf dem Sommerfest der Elektrotechnik am 3. Juli 2025 überreicht.

Die Auszeichnungen erfolgen nach Auswertung der Evaluation der Lehrveranstaltungen des Wintersemesters 2023/2024 durch die Studierenden und auf Votum der Fachschaft.


IEF vergibt Preise für beste Lehre im Fachgebiet Informatik für Sommersemester 2024 und Wintersemester 2024/2025 (01.07.2025)

v.l.: Preisträger Prof. Alke Martens, Dr. Anne Gutschmidt, Dr. Christian Rosenke, Dekan Prof. Kurt Sandkuhl. © Foto: Dr. Michael Rethfeldt

Prof. Alke Martens erhält den Preis für ihre Lehrveranstaltungen „Geschichte der Informatik“ und „Ethik und Digitalität“ im Sommersemester 2024 sowie „Kognitive Systeme“ und „Formale Methoden der Informatik“ im Wintersemester 2024/2025.

Dr. Anne Gutschmidt erhält den Preis für ihre Lehrveranstaltung „Service Engineering“ im Sommersemester 2024 und ihren Vorlesungsteil bei der Lehrveranstaltung „IT-Management“ im Wintersemester 2024/2025.

Dr. Christian Rosenke erhält den Preis für seine Lehrveranstaltungen „Methoden kompetitiver Programmierung (Projekt/Seminar)“ im Sommersemester 2024 und „Computational Geometry“ im Wintersemester 2024/2025.

Die Ehrung ist mit einem Preisgeld verbunden. Die Preise wurden vom Dekan der IEF Prof. Dr.-Ing. Kurt Sandkuhl auf dem Sommerfest der Informatik und Mathematik am 1. Juli 2025 überreicht.

Die Auszeichnungen erfolgen nach Auswertung der Evaluation der Lehrveranstaltungen des Wintersemesters 2023/2024 durch die Studierenden und auf Votum der Fachschaft.


Dr. Lena Cibulski erhält Preis für die beste Dissertation des Fachbereichs Informatik der TU Darmstadt aus dem Jahr 2024 (27.05.2025)

Dr. Lena Cibulski erhält den Preis für die beste Dissertation des Fachbereichs Informatik der TU Darmstadt aus dem Jahr 2024. © Foto: privat

Die Auszeichnung würdigt hervorragende wissenschaftliche Leistungen und wird jedes Jahr von der Vereinigung von Freunden der Technischen Universität zu Darmstadt e.V. verliehen.

Lena Cibulski erforscht Visualisierungswerkzeuge zur Unterstützung von Entscheidungen, die sich auf große Datenmengen stützen. In den seltensten Fällen gibt es die eine, offensichtlich beste Lösung. Stattdessen müssen potenziell widersprüchliche Entscheidungskriterien in Einklang gebracht und passende Kompromisse gefunden werden. In ihrer Dissertation hat sich Lena Cibulski daher damit beschäftigt, wie solche Entscheidungsfindungen gezielt unterstützt werden können, indem die zugrunde liegenden Daten in geeigneter Weise grafisch dargestellt und für Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger interaktiv zugänglich gemacht werden. Durch die Verbindung von datenzentrierter Optimierung mit menschlichem Urteilsvermögen werden so wichtige Kompromissmöglichkeiten geschaffen und deren Ausnutzung in der Praxis transparent und umsetzbar gemacht.

Die Auszeichnung wurde in einer feierlichen Preisverleihung im Rahmen des diesjährigen Frühlingsfestes der Freunde der TU Darmstadt überreicht. Erfahren Sie mehr über die Preise für hervorragende wissenschaftliche Leistungen: https://www.freunde.tu-darmstadt.de/fuerdietudarmstadt/preiseverleihen/preistraeger_6/preistraeger_36.en.jsp.


Mitarbeiter der Universität Rostock im internationalen Gewinnerteam des Open Sea Lab 4.0 Hackathons (03.04.2025)

Team "Digital Lighthouse" bei einer Vorbesprechung für den Hackathon. (Screenshot). © Bild: Digital Lighthouse 2025 / EMODnet and Copernicus
Seegraswiesen, Meereschutzgebiete, Chlorophyll Konzentrationen und Rauchwolken über der Ägäis während des Dadia Waldbrandes 2023. © Daten: EMODnet, Copernicus, Basemap: Open Street Map, Visualisierung: Jan Meischner

Organisiert von EMODnet, dem European Digital Twin of the Ocean, der Europäischen Kommission und Copernicus Marine, stellte der Wettbewerb die Teilnehmenden vor die Herausforderung, offene Ozeandaten zu nutzen, um Lösungen mit realen Auswirkungen zu entwickeln. "Digital Lighthouse" kombinierte atmosphärische, terrestrische und ozeanische Systeme miteinander. Sie konzentrierten sich auf die Folgen des größten dokumentierten Waldbrandes in Europa – dem Brand in Dadia, Griechenland (2023) – und darauf, wie Rauch, Asche und nährstoffbelasteter Abfluss die marine Chemie und Biodiversität weit über die Brandzone hinaus stören können. Durch die Integration von in situ EMODnet-Daten mit Copernicus-Satellitenbeobachtungen identifizierte das Team wichtige Indikatoren für den Stress im Ökosystem. Vorläufige Analysen zeigten messbare Veränderungen in den Gewässern rund um die Insel Lemnos, einschließlich Verschiebungen im Lebensraum von Posidonia oceanica, einer für das marine Leben im Mittelmeer wichtigen Seegrasart. 

„Obwohl die begrenzte Datenhistorie eine Herausforderung darstellt, deuten frühe Signale auf reale, kaskadierende Effekte von terrestrischen Waldbränden auf die marine Gesundheit hin“, stellte das Team heraus. „Unser Ziel ist es, diese Datenlücke zu schließen und Werkzeuge bereitzustellen, die eine proaktive, ökosystemweite Resilienz unterstützen.“

Zukünftig plant "Digital Lighthouse", ein KI-gestütztes Modell zu entwickeln, das maschinelles Lernen nutzt, um die Auswirkungen von Waldbränden auf marine Systeme abzuschätzen. Ziel ist es, integrierte Überwachungsplattformen zu unterstützen, die Forscher, Manager von Meeresschutzgebieten (MPA), politische Entscheidungsträger sowie Sektoren wie Tourismus und Fischerei informieren.

In einem nächsten Schritt möchte das Team seine Initiative im Mai beim European Maritime Day in Cork, Irland, präsentieren.

Zum Projekt-Video: https://youtu.be/cKolIitn9PY?si=oJL69T1WlozKN6dt 

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Nachwuchspreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für Dr. Gorgi Zadeh (02.04.2025)

Prof. Ulrich Schramm, Vorsitzender des AK Beschleunigerphysik der DPG, (r.) überreicht Dr. Gorgi Zadeh den Preis. © Foto: Prof. Ursula van Rienen

Dr. Gorgi Zadeh hat im Jahr 2021 an der Universität Rostock seine Promotion mit dem Thema „Accelerating cavity and higher order mode coupler design for the Future Circular Collider“ erfolgreich abgeschlossen. Seine Forschungsarbeiten vereinen die Disziplinen Elektrotechnik, Physik und numerische Mathematik. Durch hochkomplexe Computersimulationen hat er die Eigenschaften innovativer Komponenten von Teilchenbeschleunigern berechnet. Diese Großforschungsanlagen dienen internationalen Forschungsgruppen dazu, grundlegende Fragen zum Aufbau der Materie und zum Ursprung des Kosmos zu erforschen. Seine mit Bestnoten ausgezeichnete Arbeit ragt in besonderem Maße heraus, da er sie in einem bemerkenswert kurzen Zeitraum verfasst hat, während er gleichzeitig mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachrichtungen an sowohl experimentell als auch theoretisch anspruchsvollen Fragestellungen zusammenarbeitete.  

Seit Oktober 2021 arbeitet Dr. Gorgi Zadeh am CERN.

Hintergrund

Der DPG Arbeitskreis Beschleunigerphysik (AKBP) lobt zusammen mit den Helmholtz-Zentren Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY), GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) sowie der Pfeiffer Vacuum GmbH und der RI Research Instruments GmbH einen Forschungspreis aus. Zweck des Forschungspreises ist die Förderung der Beschleunigerphysik als eigenständiges Forschungsgebiet in Deutschland. Der Nachwuchspreis für Beschleunigerphysik verfolgt das Ziel, die Arbeit junger Forscherinnen und Forscher zu fördern und herausragende wissenschaftliche Beiträge zu würdigen, die in einer frühen Forschungsphase, vornehmlich an einer deutschen Universität oder Forschungseinrichtung, auf dem Gebiet der Beschleunigerphysik entstanden sind. 

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Dr. Lena Cibulski erhält Honorable Mention beim VRVis Visual Computing Award 2025 (30.01.2025)

Dr. Lena Cibulski wird mit einer Honorable Mention beim VRVis Visual Computing Award 2025 geehrt. © Foto: VRVis GmbH

Der Award würdigt herausragende angewandte Visual-Computing-Forschung in Europa, die zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Er wird alle zwei Jahre von der VRVis GmbH auf Empfehlung einer internationalen Jury verliehen.

Lena Cibulski erforscht Visualisierungswerkzeuge zur Unterstützung datenbasierter Entscheidungen und ermöglicht Expertinnen und Experten in industriellen Anwendungen damit ökologische Nachhaltigkeit und ökonomische Überlegungen in Einklang zu bringen. Aus dem potenziellen Interessenkonflikt heraus schafft ihre Arbeit wichtige Kompromissmöglichkeiten, indem sie Abwägungen transparent und umsetzbar macht. Mit einem interdisziplinären Ansatz schließt sie die Lücke zwischen datenzentrierter Optimierung und menschlichem Urteilsvermögen. Ihre Forschung adressiert eine entscheidende Lücke in der Praxis: den Mangel an validierten Visualisierungswerkzeugen, die darauf ausgelegt sind, Expertinnen und Experten bei Entscheidungen in komplexen realen Einsatzszenarien zu unterstützen. Durch die Einführung neuer theoretischer, methodischer und technischer Beiträge legt Lena Cibulski mit ihrer Forschungsarbeit einen neuen Schwerpunkt auf Entscheidungsprozesse, die in der angewandten Visualisierungsforschung bisher wenig Beachtung gefunden haben.

Die Honorable Mention wurde auf dem diesjährigen Visual Computing Trends Symposium (30.01.2025 in Wien, Österreich) überreicht. Erfahren Sie mehr über den VRVis Visual Computing Award: www.vrvis.at/award.


PD Dr.-Ing. habil. Peter Danielis wird außerplanmäßiger Professor für Parallele Systeme (21.01.2025)

Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Danielis. © Foto: privat

Die Urkunde wurde am 21. Januar 2025 durch den Dekan der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik Prof. Dr.-Ing. Kurt Sandkuhl übergeben.

Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Danielis studierte bis 2006 Informationstechnik an der Universität Rostock. Nach seinem Studium promovierte er bis 2012 im Bereich Kommunikationstechnologie und schloss seine Habilitation 2019 mit einer venia legendi in Parallele Systeme ab. Er ist ein sehr aktiver und sehr erfolgreicher Forscher und stellvertretender Direktor des Instituts für Informatik.