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Preise & Ehrungen 2014

  

Jahresübersichten:
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Invited Expert der Open Group London 2014

Dipl. Wirt. Ing. M.Sc. Matthias Wißotzki (Institut für Informatik) wird am 15. Januar 2014 als Experte in die Open Group London berufen. Für die Aufnahme in die Open Group schlug ihn IBM-Projektleiter Paul Homann vor. Aufmerksam wurden die Experten der Open Group auf Matthias Wißotzki auf einer Konferenz in London (Business Transformation in Finance, Government and Healthcare), wo er Forschungsergebnisse zum Thema capability-based thinking & management vortrug.

Unternehmen sollten bei der Planung und bei der Umsetzung von Veränderungen ihre Fähigkeiten sowie die Abhängigkeiten zwischen ihren Architekturkomponenten berücksichtigen, um ihre Ziele effizienter zu erreichen. Dazu ist es u.a. erforderlich, die in einem Unternehmen vorhandenen Fähigkeiten zu erfassen, zu bewerten und ggf. weiter auszubauen bzw. neue Fähigkeiten zu entwickeln. Im Rahmen seiner Forschungen entwickelt Matthias Wißotzki Ideen für einen standardisierten Managementprozess. Diese weckten das Interesse der Open Group. Mit seinen beiden Studienabschlüssen, seiner wissenschaftlichen Tätigkeit als Doktorand und praktischen Erfahrungen in der Wirtschaft als Berater, als Mitbegründer mehrerer Firmen, als Wissenschaftsmentor für Existenzgründungen sowie als Buchautor hat er gute Voraussetzungen, um bei der Entwicklung praxisnaher Standards mitzuwirken.

Die Open Group ist eines der größten offenen Konsortien der Welt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, offene und herstellerneutrale IT-Standards, Zertifizierungen und Richtlinien auf vielen Gebieten für unternehmenskritische Bereiche festzulegen und Best Practices auszutauschen. Dazu gehören u.a. auch die Bereiche Unternehmensarchitekturen und Unternehmensmanagement. Mitglied sind zahlreiche weltweit bekannte und agierende Unternehmen wie z.B. Apple, Dell, Fujitsu, IBM, Microsoft, Oracle, Philips und Siemens.

  

  

Bester Beitrag EBL 2014

Dipl.-Ing. Timo Herberholz (R. Bosch GmbH, Doktorand am Institut für Gerätesysteme und Schaltungstechnik) erhält zusammen mit seinen Mitautoren Dr. Andreas Fix (Robert-Bosch GmbH) und Prof. Dr.-Ing. habil. Mathias Nowottnick (Universität Rostock) am 12. Februar 2014 den Preis für den Besten Beitrag auf der Fachtagung Elektronische Baugruppen und Leiterplatten (EBL2014) in Fellbach (11.+12. Februar 2014) für das Paper „Alterungsverhalten bleifreier Zinnbasislote im Temperaturbereich bis 200°C - Weiterentwicklungen“.

Der Beitrag beschäftigt sich mit den materialwissenschaftlichen Aspekten der Zuverlässigkeit von Lötverbindungen und den besonderen Bedingungen der hohen Umgebungstemperaturen, wie sie vor allem für Elektronikanwendungen im Automobil entscheiden sind. Die Erkenntnisse stellen die wissenschaftliche Grundlage für weitere Projekte der angewandten Forschung dar, die sich mit der Aufbau- und Verbindungstechnik für elektronische Baugruppen und Komponenten moderner Hybrid- und Elektrofahrzeuge beschäftigen.

Die Fachtagung Elektronische Baugruppen und Leiterplatten (EBL) wird gemeinsam vom Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. (DVS) und der VDE/VDI-Gesellschaft Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik (GMM) ausgerichtet. Es treffen sich Experten aus Industrie und Wissenschaft, um sich über die Trends zur Elektronikfertigung, in diesem Jahr unter dem Motto „Von Hochstrom bis Hochintegration“, auszutauschen. Mit einem dichten Programm von 60 Vorträgen an zwei Tagen präsentierten die Veranstalter den über 200 Besuchern der Tagung ein Spiegelbild aktueller Entwicklungen. Ausgehend von Leiterplatten, Substraten und Bauelementen über Aufbau- und Verbindungstechnik bis hin zu Analyse, Zuverlässigkeitsuntersuchung und Entwicklungstendenzen konnte die gesamte Wertschöpfungskette der Elektronik abgebildet werden.

  

  

Eurographics – Fellow auf Lebenszeit 2014

Prof. Dr.-Ing. habil. Heidrun Schumann (Institut für Informatik) wird im April 2014 zum Eurographics – Fellow auf Lebenszeit gewählt.

Prof. Schumann ist damit eine von vier neuen Trägern des Ehrentitels „Fellow“, der im Deutschen am ehesten mit „Mitglied der Akademie der Wissenschaften“ übersetzt werden kann. Berücksichtig werden dabei Forscher aus der ganzen Welt. Neben Ihr wurde der Titel im Jahr 2014 an drei weitere Professoren vergeben, je einer aus den USA, Kanada und Italien. Diese Ehrung ist die höchste Auszeichnung, die Wissenschaftler aus dem Fachgebiet der Computergraphik für ihre fachliche Arbeit auf europäischer Ebene erhalten können. Eurographics vergibt diese Auszeichnung seit dem Jahr 1987.

Prof. Schumann beschäftige sich hauptsächlich mit wissenschaftlichen Fragen des relativ neuen Forschungsschwerpunkts Visual Analytics. Visual Analytics bezeichnet die Verknüpfung von automatischen und interaktiv visuellen Methoden für eine effektive Exploration komplexer heterogener Informationsmengen. Ziel ist es dabei, die Leistungsfähigkeiten moderner Computer und Algorithmen mit den enormen Leistungsfähigkeiten des menschlichen visuellen Systems zu verbinden, um eine umfassende Analyse komplexer Datenmengen zu unterstützen, unbekannte in den Daten verborgene Muster aufzudecken und Trends abzuleiten.

Die „Eurographics“ ist das Netzwerk aller Computergraphikforscher in Europa. Unter ihrer Schirmherrschaft finden die hochrangigsten europäischen Konferenzen auf dem Gebiet der Computergraphik statt. Sie gibt ein Journal heraus, das „Computer Graphics Forum“.

  

  

Best Presentation Award ISSE 2014

Dipl.-Ing. Dirk Seehase (Institut für Gerätesysteme und Schaltungstechnik) gewinnt am 11. Mai 2014 den Best Presentation Award for Young Scientists des 37. International Spring Seminar on Electronics Technology (ISSE 2014) in Dresden (7. - 11. Mai 2014) für sein Paper „Reactive Paste for Reflow Soldering for Reflow Soldering of Large Components“ (Autoren: D. Seehase, H. Huth, A. Neiser, M. Nowottnick).

In dem Beitrag werden die Ergebnisse eines Forschungsprojektes vorgestellt, in dem spezielle Lötprozesse mit exothermen Reaktionen entwickelt wurden, mit deren Hilfe Elektronikbaugruppen besonders energiesparend und schonend verarbeitet werden können.

Das International Spring Seminar on Electronics Technology ist eine IEEE-Konferenz und findet bereits seit 1977 jährlich an wechselnden Konferenzorten in ganz Europa statt. Sie soll vor allem jungen Wissenschaftlern den Informationsaustausch untereinander aber auch mit erfahrenen Fachkollegen ermöglichen. Es werden Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Elektroniktechnologie sowie der Aufbau- und Verbindungstechnik von Hochschulen und Forschungseinrichtung ebenso wie aus der Industrie vorgestellt.

  

  

2. Platz beim Kommunikationswettbewerb der Langen Nacht der Wissenschaften

Das Team des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Dr. med. Ingo Kilimann (DZNE/UMR: Universitätsmedizin Rostock), Dipl.-Psych. Elisabeth Kasper (UMR), Sozialmediatorin Sabine Schwarz (DZNE), Dipl.-Inf. Philipp Koldrack (DZNE/IEF, Institut für Informatik), Studienkoordinatorin Christin Korp (DZNE), Studienkoordinatorin Heike Raum (DZNE) und Studienkoordinatorin Henrike Pfaff (DZNE/UMR) erringen am 17. Mai 2014 den 2. Platz beim Kommunikationswettbewerb der 11. Langen Nacht der Wissenschaften in der Hansestadt Rostock, mit Ihrem Beitrag „Demenzen: Was hält uns geistig frisch“. Dipl.-Inf. Philipp Koldrack beteiligte sich an der DZNE-Präsentation mit einer Demonstration zu seinem Kooperationsprojekt „Situationsadaptive Mobilitätsassistenz für Demenzpatienten auf Basis kausaler Modelle.“

Das Team des DZNE vermittelte den Besuchern der Veranstaltung die Hintergründe und Auswirkungen dementieller Erkrankungen. Dabei standen Optionen der Prävention und Therapie im Vordergrund, die an verschiedenen Ständen ausprobiert und mit den Mitarbeitern diskutiert werden konnten. Dazu gehörte auch der Einsatz assistiver Technologien, die Betroffene dabei unterstützen, ihren Alltag trotz erkrankungsbedingter Defizite aktiv und unabhängig zu gestalten. In einer Demonstration konnten Interessierte die Möglichkeiten der aktuell am Institut für Informatik entwickelten Methoden der Aktivitätserkennung, auf Basis symbolisch-logischer Verhaltensmodelle und Bayesscher Filter, ausprobieren. Über begehbare Sensormatten wurden Stationen des Rostocker Hauptbahnhofs nachgestellt. Das Assistenzsystem erkannte die Aktivitäten des „Reisenden" und konnte frühzeitig, z.B. auf ein vergessenes Ticket, hinweisen.

Auf der seit 2004 jährlich stattfindenden Langen Nacht der Wissenschaften präsentieren Rostocker Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen mit spannenden Schauvorlesungen, Vorträgen, Experimenten und Besichtigungen sich und ihre Arbeit der breiten Öffentlichkeit und geben Einblicke in ihre Tätigkeit und die damit verbundenen Berufe. Die Universität Rostock ist mit ihren Fakultäten und Einrichtungen traditionell mit zahlreichen Angeboten vertreten.

Im ebenfalls seit 2004 stattfindenden Kommunikationswettbewerb stellen sich die Teilnehmer einer Jury aus (Wissenschafts-)Journalisten und Wirtschaftsrepräsentanten, die Beiträge nach Verständlichkeit, Präsentationsidee und Umsetzung bewertet. Die Gewinner (1. Platz) erhalten auf der Preisverleihung im Rahmen der Abschlussveranstaltung den Wanderpokal „Rostocker Wissensboje“.

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) ist eine Forschungseinrichtung in der Helmholtz-Gemeinschaft. Es wurde 2009 mit dem Ziel gegründet, die Arbeit von Wissenschaftler/innen an neun Standorten im Bundesgebiet zu koordinieren. Die Ursachen neurodegenerativer Erkrankungen, Ansätze zur Therapie und Prävention sowie Versorgungsstrategien werden in enger Kooperation mit den Universitäten, Universitätskliniken und Partnerinstituten erforscht. Der Standort Rostock/Greifswald konzentriert sich auf klinische und populationsbasierte Forschungsfragen. Die Arbeitsgruppe Mobile Multimediale Informationssysteme des Instituts für Informatik (Prof. Dr.-Ing. Thomas Kirste) erforscht mit dem DZNE Anwendungen multimodaler Datenanalyseverfahren in der Diagnostik sowie im Bereich der Assistenztechnologien für Erkrankte und ihre Angehörigen.

  

  

Preis für beste Lehre der IEF für Sommersemester 2013 und Wintersemester 2013/2014

Prof. Dr.-Ing. Torsten Jeinsch (Institut für Automatisierungstechnik), Prof. Dr. rer. nat. habil. Andreas Heuer (Institut für Informatik) und Dr.-Ing. Peter Danielis (Institut für Angewandte Mikroelektronik und Datentechnik) erhalten am 27. Juni 2014 den Preis für die beste Lehre der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik für das Sommersemester 2013 und das Wintersemester 2013/2014.

Die Auszeichnung erfolgt nach Auswertung der Evaluation aller Lehrveranstaltungen des jeweiligen Semesters durch die Studenten und auf Votum der Fachschaft.

  

  

  

VDI-Studienpreis 2014

M.Sc. Johann Heller (Institut für Allgemeine Elektrotechnik, Betreuer: Prof. Dr. rer. nat. habil. Ursula van Rienen und Dipl.-Ing. Thomas Flisgen), Absolvent des Studiengangs Elektrotechnik, wird am 27. Juni 2014 mit dem VDI-Studienpreis Mecklenburg-Vorpommern 2014 für seine Masterarbeit „Validation der Berechnung von strahlerregten transienten Torsignalen auf Basis von Eigenwellen“ ausgezeichnet. Der Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro verbunden.

Mit dem VDI-Studienpreis zeichnet der Verein Deutscher Ingenieure Mecklenburg-Vorpommern seit 1995 hervorragende Leistungen in ingenieurtechnischen Studiengängen aus.

  

  

  

INFO.RO Förderpreis 2013 für beste Master-/Diplomarbeit

B.Sc. Georgi Straube (Institut für Informatik, Betreuer: Prof. Dr. rer. nat. habil. Andreas Heuer) erhält am 27. Juni 2014 den INFO.RO Förderpreis für die beste Master-/Diplomarbeit 2013 für seine Masterarbeit „Datenintegration für die Global-as-local-view-extension-Technik“.

In dieser Arbeit wurde ein Konzept für die Integration von Daten aus heterogenen, lokalen Datenquellen entwickelt. Dabei sollten Abbildungen von den Datenquellen in ein globales Schema auf Basis des Entity-Attribute-Value-Modells (EAV) definiert werden. Im Gegensatz zur „traditionellen“ Datenintegration sollen Anfragen im integrierten System jedoch nicht an das globale Schema gestellt werden, sondern weiterhin an die lokalen Schemata, wobei diese um Daten aus anderen Quellen erweitert werden. Dieser Ansatz wird als Global-as-local-view-extension bezeichnet. Er erfordert, dass die Inversen von Schemaabbildungen berechnet werden. Herr Straube hat mit seiner Arbeit bewiesen, dass dass er keine Scheu davor hat, auch sehr theoretische Ansätze zu hinterfragen und die Probleme bei einer praktischen Umsetzung aufzuzeigen. Diese Probleme konnte er durch neue eigene Konzepte auch unter praktischen Gesichtspunkten lösen. Durch sein Master-Projekt im Bereich der Radiologie der Universitätsmedizin Rostock konnte Herr Straube den theoretischen und algorithmischen Ansatz nicht nur an einem akademischen „running example“, sondern auch am praktischen Problem der Föderation von Klinikdaten im Bereich der Radiologie evaluieren. Dieser Anwendungsfall führte dazu, dass der Ansatz für die Fachwelt im Bereich der „Health Information Science“ interessant wurde und auf der internationalen Konferenz 2014 in Shenzen (China) päsentiert und in den LNCS 8423 (2014) veröffentlicht wurde.

Der mit bis zu 200 Euro dotierte Preis wird vom Verein Informatik-Forum Rostock e.V. (INFO.RO) seit dem Jahr 2005 jährlich für eine am Institut für Informatik entstandene hervorragende Diplom- bzw. Masterarbeit an Studierende der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik vergeben. Der Preis 2013 ist mit 200 Euro dotiert.

  

  

INFO.RO Förderpreis 2013 für beste Bachelorarbeit

Sebastian Nähring (Institut für Informatik, Betreuerin: Prof. Dr. rer. nat. habil. Adelinde Uhrmacher) erhält am 27. Juni 2014 den INFO.RO Förderpreis 2013 für die beste Bachelorarbeit für seine Bachelorarbeit „Möglichkeiten einer Automatischen Umwandlung zwischen ML-Rules und SBML Modellen“.

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung der Transformationen von Modellen zwischen unterschiedlichen Modellierungssprachen mit unterschiedlicher Expressivität. Als Beispiele dienen die Modellierungssprachen ML-Rules und SBML - letztere bildet den Standard zum Austausch von zellbiologischen Modellen. ML-Rules ist eine regelbasierte Sprache, die Regelschemata und dynamische Hierarchien mit einander verbindet. Sebastian Nähring hat sich den Herausforderungen, welche diese Problemstellung mit sich bringt, in sehr systematischer, pragmatischer aber auch innovativer Weise angenommen. Die Ergebnisse wurden im Dezember 2013 in Washington auch auf der Winter Simulation Conference vorgestellt.

Der mit 100 Euro dotierte Preis wird vom Verein Informatik-Forum Rostock e.V. (INFO.RO) seit dem Jahr 2012 jährlich für eine am Institut für Informatik entstandene hervorragende Bachelorarbeit an Studierende der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik vergeben.

  

  

Joachim-Jungius-Förderpreis 2014 (I)

Dr.-Ing. Peter Danielis (Institut für Angewandte Mikroelektronik und Datentechnik, Betreuer Prof. Dr.-Ing. Dirk Timmermann) wird am 4. Juli 2014 mit dem Joachim-Jungius-Förderpreis 2014 der Gesellschaft der Förderer der Universität Rostock e.V. (GFUR) für seine Dissertation „Peer-to-Peer-Technologie in Teilnehmerzugangsnetzen“ ausgezeichnet. Die drei im Jahr 2014 vergebenen Preise wurden vom Rektor der Universität Rostock, Prof. Dr. Wolfgang Schareck, in einem Festakt in der Universitätskirche übergeben.

Die Arbeit entwickelt den Grundgedanken, dass sich Rechenknoten im Internet zusammenschließen, um so ihre Ressourcen zu bündeln. Der Knackpunkt sind die ständig steigende Nutzerzahl und auch der zunehmende Datenverkehr, die von der Internet-Infrastruktur bewältigt werden müssen. Der Zugang zum Internet wird unter anderem durch so genannte Zugangsnoten bereitgestellt. Hier wird der Datenverkehr von hunderten Nutzern gebündelt. Diese Zugangsknoten sind momentan auf sich gestellt, weil sie nicht miteinander kommunizieren. Die in der Arbeit verfolgte Idee besteht in der Verbindung der Zugangsknoten zu einem Peer-to-Peer-System, also einen großen Zugangsknotenschwarm. Das Besondere: Es gibt keinen, der die alleinige Kontrolle besitzt, sondern die Zugangsknoten können sich quasi untereinander einigen, wer was macht. So ist es kein Problem, wenn einer oder mehrere ausfallen. Das Netzwerk funktioniert trotzdem. Durch eine Verbesserung der Peer-to-Peer-Technologie entstand insbesondere für die Industrie eine theoretisch und praktisch gut fundierte und relevante Arbeit. Die Ergebnisse dieser Forschung wurden bereits erfolgreich in einer Industriekooperation getestet. Die Arbeiten von Peter Danielis wurden bisher in 27 nationalen und internationalen Publikationen veröffentlicht. Eine dieser Veröffentlichungen wurde darüber hinaus mit einem Best Paper Award ausgezeichnet.

Es werden seit dem Jahr 1992 jährlich bis zu drei gleichwertige Preise für herausragende Dissertationen an der Universität Rostock vergeben, die jeweils mit 2.000 Euro dotiert sind.

  

  

Joachim-Jungius-Förderpreis 2014 (II)

Dr.-Ing. Christian Schmidt (Institut für Allgemeine Elektrotechnik, Betreuerin Prof. Dr. rer. nat. habil. Ursula van Rienen) wird am 4. Juli 2014 mit dem Joachim-Jungius-Förderpreis 2014 der Gesellschaft der Förderer der Universität Rostock e.V. (GFUR) für seine Dissertation „Uncertainty Quantification in a Computationally Optimised Volume Conductor Model for Deep Brain Stimulation“ ausgezeichnet. Die drei im Jahr 2014 vergebenen Preise wurden vom Rektor der Universität Rostock, Prof. Dr. Wolfgang Schareck, in einem Festakt in der Universitätskirche übergeben.

In der Doktorarbeit wurde ein hochaktuelles Thema der biomedizinischen Technik bearbeitet. Es geht um Therapie-Effekte bei der Behandlung neuro-degenerativer Erkrankungen. Die Tiefe Hirnstimulation ist eine Methode zur Behandlung von neurologischen Erkrankungen, wie z.B. der Parkinson Krankheit. Hierfür werden dünne Elektroden in das betroffene Zielgebiet im Gehirn implantiert und mittels elektrischer Impulse die Nervenzellen in diesem Gebiet stimuliert. Obwohl die Methode bereits erfolgreich angewendet wird, werden die Stimulationsparameter in einem empirischen Prozess vornehmlich durch Versuch und Irrtum während der Operation eingestellt. Das kurze Zeitfenster während der Operation erschwert zudem die Wahl der optimalen Einstellungen. Computermodelle des menschlichen Gehirns und dessen Netzwerk aus Nervenzellen sollen es in Zukunft ermöglichen, die optimalen Stimulationsparameter bereits in der Planungsphase der Operation zu bestimmen. Die Modelle basieren dabei auf biologischen Parametern, deren experimentelle Bestimmung eine hohe Streuung aufweist. Ein in der Arbeit entwickeltes realistisches Computermodell des menschlichen Gehirns und der Nervenzellen im Zielgebiet soll die Bestimmung der optimalen Stimulationsparameter ermöglichen. Die Herausforderung bestand dabei in der Komplexität des Modells und der Berücksichtigung von Unsicherheiten in den Modellparametern bei gleichzeitiger Reduzierung des Berechnungsaufwands. Die Unsicherheit in den Modellparametern beeinflusst maßgeblich die Therapie-Effekte der Tiefen Hirnstimulation. Das erstellte Modell ermöglicht eine Risikoeinschätzung der gewählten Stimulationsparameter, was durch den hohen Berechnungsaufwand bisheriger Modelle nur schwer realisierbar war. Die Resultate der Arbeit leisten einen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung realistischer Computermodelle der Tiefen Hirnstimulation und der Bestimmung optimaler Stimulationsparameter.

Es werden seit dem Jahr 1992 jährlich bis zu drei gleichwertige Preise für herausragende Dissertationen an der Universität Rostock vergeben, die jeweils mit 2.000 Euro dotiert sind.

  

  

Deutschland STIPENDIUM 2014/2015

8 Studierende der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik erhalten am 14. November 2014 ein Deutschland STIPENDIUM für das Studienjahr 2014/2015. Dazu gehören ein Studierender des ersten Studienjahres, die für ihre ausgezeichneten Abiturleistungen gefördert werden, ein Studierender höherer Semester, deren sehr guten Studienleistungen gewürdigt werden sowie sechs Studierende, die bereits im Vorjahr ein Stipendium erhielten, dass jetzt verlängert wurde. Die Universität Rostock vergibt das im Jahr 2011 eingerichtete Deutschland STIPENDIUM jährlich seit dem Studienjahr 2011/2012.

Das „Deutschlandstipendium“ der Bundesregierung ist ein nationales Stipendienprogramm, mit dem besonders begabte und leistungsstarke Studierende an Hochschulen in Deutschland gefördert werden. Die Stipendien in Höhe von 300 Euro pro Monat werden von privaten Geldgebern (Unternehmen, Stiftungen, Privatpersonen) und vom Bund (Bundesministerium für Bildung und Forschung) gemeinsam finanziert und für jeweils zwei Semester vergeben. Eine Verlängerung ist möglich.