Praktikumsordnung
für den Studiengang Elektrotechnik
an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Rostock
Ausgabe: September 1996


Für die Richtigkeit des Inhaltes übernimmt der Hersteller der WWW-Seiten keine Gewähr! Die geltenden Studiendokumente liegen im Studienbüro des Fachbereiches Elektrotechnik und Informationstechnik aus.


 
 

Inhaltsverzeichnis:

  1. Zweck und Art der berufspraktischen Tätigkeit
  2. Dauer und Aufteilung der berufspraktischen Tätigkeit
  3. Tätigkeiten des Grundpraktikums
  4. Tätigkeiten des Fachpraktikums
  5. Betriebe für die berufspraktische Tätigkeit
  6. Berichterstattung
  7. Zeugnis
  8. Berufspraktische Tätigkeit im Ausland
  9. Ausnahmeregelungen
  10. Praktikantenamt-Anerkennung
Studienordnung
Praktikumsordnung
 

1. Zweck und Art der berufspraktischen Tätigkeit

Die Universität Rostock verlangt in ihrer Studienordnung für den Studiengang Elektrotechnik den Nachweis einer vom Praktikantenamt des Fachbereiches anerkannten berufspraktischen Tätigkeit von insgesamt 26 Wochen. Diese ist in Grund- und Fachpraktikum aufgeteilt.

Ingenieure werden vorwiegend für die berufliche Praxis ausgebildet. Vor und während des Studiums sollen sie durch das Industriepraktikum einen ersten Einblick in die Realitäten verschiedener Betriebe bekommen. Das Gewinnen von fachrichtungsbezogenen Kenntnissen und Erfahrungen aus der beruflichen Praxis dient dem besseren Verständnis des Lehrangebotes, fördert die Motivation für das Studium und erleichtert den Berufsübergang.

Aus diesen Gründen ist die berufspraktische Tätigkeit eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium im Hinblick auf die spätere berufliche Tätigkeit und ein wesentlicher Bestandteil des Studienganges.

Die berufspraktische Tätigkeit dient im einzelnen:

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2. Dauer und Aufteilung der berufspraktischen Tätigkeit

Die anerkannte berufspraktische Tätigkeit muß mindestens 26 Wochen umfassen, wobei für das Grundpraktikum 8 Wochen und für das Fachpraktikum 18 Wochen vorgesehen sind.
Es können nur Abschnitte ganztägiger Tätigkeit mit einer Mindestdauer von 4 Wochen anerkannt werden. Ausgefallene Arbeitszeit, auch durch Krankheit, muß in jedem Fall vollständig nachgeholt werden.
Das Grundpraktikum im vollen Umfang von 8 Wochen ist Voraussetzung für das Erhalten des Vordiplomes. Es wird dringend empfohlen, einen möglichst großen Teil davon vor Studienbeginn abzuleisten.
Das Fachpraktikum von 18 Wochen kann erst nach Abschluß der Diplomvorprüfung durchgeführt werden und ist Voraussetzung für die Zulassung zur Diplomarbeit.

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3. Tätigkeiten des Grundpraktikums

Das Grundpraktikum soll grundlegende Tätigkeiten umfassen. Hierzu gehören die

a) mechanische Grundpraxis


b) elektrotechnische Grundpraxis

In der Regel sollte das Grundpraktikum möglichst beide Aspekte der mechanischen und elektrotechnischen Grundpraxis zu gleichen Teilen beinhalten.

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4. Tätigkeiten des Fachpraktikums

Das Fachpraktikum umfaßt ingenieurmäßige Tätigkeiten auf dem Gebiet der Elektrotechnik aus den Bereichen

Tätigkeiten aus beiden Bereichen sollten etwa zu gleichen Teilen nachgewiesen werden.

Verwaltungsarbeiten, das Errichten von Hausinstallationen, die Reparatur von Haushalts-, Rundfunk- und Fernsehgeräten sind beispielsweise keine ingenieurmäßigen Tätigkeiten.

Es soll das ingenieurmäßige Denken und Handeln im Planen, Durchführen und Kontrollieren (Arbeitsmethodik) und die Entscheidungsfähigkeit durch die Mitarbeit in Projekten und auch deren Management gestärkt werden (z. B. durch Teilnahme an Besprechungen, Protokollierung, Assistenz).

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5. Betriebe für die berufspraktische Tätigkeit

Die im Industriepraktikum zu vermittelnden Kenntnisse und Erfahrungen können am besten in mittleren und großen Industrieunternehmen erworben werden. Ferner kommen Betriebe mit größeren Elektrotechnik- oder Maschinenbauabteilungen (mechanisches Grundpraktikum) wie z. B. Kraftwerke und Fernmeldeämter in Frage. Kleinere Handwerksbetriebe scheiden in der Regel aus. Jeder Industriebetrieb, der eine Ausbildung im Sinne der vorliegenden Richtlinien ermöglicht, ist für die Durchführung des Industriepraktikums geeignet.
Wegen der Kürze der Ausbildungszeit können Tätigkeiten nicht in allen Bereichen, in denen Ingenieure tätig sind, angerechnet werden.
Praktische Tätigkeiten im eigenen Betrieb oder dem naher Familienangehöriger werden nicht anerkannt.
Das Praktikantenamt vermittelt keine Paktikantenstellen. Es berät bezüglich der Eignung von Ausbildungsplätzen. In Einzelfällen können sich Studenten dennoch diesbezüglich mit den Mitarbeitern des Praktikantenamtes in Verbindung setzen. Zum Nachweis von Ausbildungsstellen kann sich der Bewerber mit der

Berufsberatung des Arbeitsamtes (Tel. 0381 / 804-1110/1009)
oder der
Jobvermittlung des Arbeitsamtes (Tel.. 0381 / 804-3130/4009)

in Verbindung setzen.
Der Praktikant ist selbst verantwortlich für die Gewährleistung der Einhaltung dieser Richtlinien.

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6. Berichterstattung

Der Praktikant hat während der gesamten Dauer seiner berufspraktischen Tätigkeit ein Berichtsheft zu führen. Der Bericht ist Grundlage für die Anerkennung des Praktikums. Er dient dem Erlernen der Darstellung technischer Sachverhalte und muß daher selbst verfaßt sein. Es können darin Arbeitsgänge, Einrichtungen, Werkzeuge usw. beschrieben werden und Notizen über Erfahrungen bei den ausgeübten Tätigkeiten gemacht werden. Außerdem kann der Bericht auch aus den in § 1 genannten Merkmalen Teile von betriebswirtschaftlichen Abläufen enthalten.
Der Arbeitsbericht soll möglichst umfassend, jedoch trotzdem knapp und übersichtlich abgefaßt sein. Aus dem Text muß ersichtlich sein, daß der Verfasser die angeführten Arbeiten selbst ausgeführt hat. Freihandskizzen, Werkstattzeichnungen, Schaltbilder usw. ersparen häufig einen langen Text. Auf die Verwendung von Prospekten sollte verzichtet werden. Der Umfang eines Berichtes soll ein bis zwei DIN-A4-Seiten pro Woche betragen.
Während des Grundpraktikums muß wöchentlich ein Bericht verfaßt werden, während des Fachpraktikums können auch umfassendere Berichte für jeden Tätigkeitsabschnitt mit entsprechendem Umfang erstellt werden.

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7. Zeugnis

Zur Anerkennung der praktischen Tätigkeit ist neben den Berichten ein Zeugnis des Betriebes als Kopie vorzulegen. Dieses Zeugnis muß enthalten:

Das Zeugnis soll eine Aussage über den Erfolg der Tätigkeit und eine Bewertung der Berichtsheftführung enthalten.

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8. Praktische Tätigkeit im Ausland

Praktische Tätigkeiten im Ausland werden gern gesehen und anerkannt, wenn sie in allen Punkten diesen Richtlinien entsprechen. Das Berichtsheft ist in deutscher Sprache zu führen, andernfalls kann eine Übersetzung angefordert werden.

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9. Ausnahmeregelungen

Das Praktikantenamt kann auf rechtzeitige, schriftliche und ausführlich begründete Anträge hin in besonderen Fällen weitere Ausnahmeregelungen treffen.

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10. Praktikantenamt - Anerkennung

Das Praktikantenamt des Fachbereiches Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Rostock berät bei Problemen und Unklarheiten zum Praktikum und ist für die Anerkennung der praktischen Tätigkeit zuständig.

Das Praktikantenamt befindet sich in

18119 Warnemünde, Richard-Wagner-Str. 31, Haus 1, Raum 1114

Die Geschäfte werden wahrgenommen von

Frau Schaper, Telefonnummer: 0381 / 498-3524

Öffnungszeiten:

        täglich 07.00 12.00 Uhr
        Mo - Do 13.00 - 15.00 Uhr

Das Praktikantenamt kann einer praktischen Tätigkeit, die nicht diesen Richtlinien entspricht, die Anerkennung verweigern. Daher wird den Studierenden empfohlen, jeden Praktikumsabschnitt zum frühestmöglichen Termin im Praktikantenamt zur Anerkennung einzureichen, um unnötige Verzögerungen des Studiums zu vermeiden.

Diese Ordnung tritt am 01.10.1996 in Kraft und gilt vollständig ab Matrikel 1996. Für die übrigen Studierenden gelten die bisherigen Regelungen vom 1.10.1993.

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