Diplomprüfungsordnung

der Universität Rostock für den Studiengang Elektrotechnik

vom 2. September 1998

Auf Grund von § 2 Absatz 1 und § 16 Absatz 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Mecklenburg -Vorpommern
(Landeshochschulgesetzes - LHG) vom 09. Februar 1994 (GVOBl. M-V S. 293) hat der Akademische Senat der
Universität Rostock die folgende Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Elektrotechnik als Satzung erlassen:


Für die Richtigkeit des Inhaltes übernimmt der Hersteller der WWW-Seiten keine Gewähr! Die geltenden Studiendokumente liegen im Studienbüro des Fachbereiches Elektrotechnik und Informationstechnik aus.

Inhaltsverzeichnis:

I. Allgemeiner Teil
§ 1 Zweck der Diplomprüfung
§ 2 Diplomgrad
§ 3 Dauer und Gliederung des Studiums
§ 4 Aufbau der Prüfungen, Prüfungs- und Meldefristen
§ 5 Prüfungsausschuß
§ 6 Prüfer und Beisitzer
§ 7 Ausschluß wegen persönlicher Beteiligung, Verschwiegenheitspflicht
§ 8 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen
§ 9 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß, Prüfungsunfähigkeit
§ 10 Mängel im Prüfungsverfahren
§ 11 Klausurarbeiten und sonstige schriftliche Prüfungen
§ 12 Mündliche Prüfungen
§ 13 Bewertung der Prüfungsleistungen, Notenbildung und Bestehen der Prüfungen
§ 14 Wiederholung von Prüfungen
§ 15 Freiversuch
§ 16 Einsicht in die Prüfungsakten
§ 17 Bescheinigung über eine endgültig nicht bestandene Prüfung
§ 18 Sonderregelungen
§ 19 Ungültigkeit der Diplomvorprüfung und der Diplomprüfung

II. Diplomvorprüfung
§ 20 Zulassungsvoraussetzungen, Zulassungsverfahren
§ 21 Ziel, Art und Umfang der Diplom-Vorprüfung
§ 22 Prüfungszeugnis


III. Diplomprüfung
§ 23 Zulassungsvoraussetzungen, Zulassungsverfahren
§ 24 Ziel, Art und Umfang der Diplomprüfung
§ 25 Studienarbeit
§ 26 Diplomarbeit
§ 27 Zusatzfächer
§ 28 Zeugnis und Diplom

IV. Schlußbestimmungen
§ 29 Übergangsregelungen
§ 30 Inkrafttreten

Anlage 1: Prüfungsvorleistungen und Fachprüfungen der Diplomvorprüfung
Anlage 2: Prüfungsvorleistungen und Fachprüfungen der Diplomprüfung

Diplomprüfungsordnung
Studienordnung

Anmerkung:
Alle in dieser Prüfungsordnung aufgeführten Bezeichnungen von Personen werden von Frauen in der weiblichen, von Männern in der männlichen Form geführt.
 

I. Allgemeiner Teil

 

§ 1
Zweck der Diplomprüfung

Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluß des Studiums. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob der Kandidat die Zusammenhänge seines Faches überblickt und die Fähigkeit besitzt, wissenschaftlich zu arbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse anzuwenden.

Inhaltsverzeichnis

§ 2
Diplomgrad

Nach bestandener Diplomprüfung wird der akademische Grad "Diplom-Ingenieur" beziehungsweise "Diplom-Ingenieurin", abgekürzt: "Dipl.-Ing." verliehen.

Inhaltsverzeichnis

§ 3
Dauer und Gliederung des Studiums

(1)Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der berufspraktischen Ausbildung, der Studienarbeit und der Diplomarbeit sowie ihrer Verteidigung zehn Semester.

(2)Das Studium gliedert sich in ein viersemestriges Grundstudium, das mit der Diplomvorprüfung abschließt, ein sechssemestriges Hauptstudium, das mit der Diplomprüfung abschließt und eine in den Studiengang eingeordnete berufspraktische Tätigkeit von insgesamt 26 Wochen, die im einzelnen durch die Praktikumsordnung geregelt wird.

(3)Das Lehrangebot erstreckt sich über acht Semester. Es umfaßt Lehrveranstaltungen des Pflicht- und Wahlpflichtbereiches sowie Lehrveranstaltungen nach freier Wahl des Studenten. Der zeitliche Umfang der für den erfolgreichen Abschluß des Studiums erforderlichen Lehrveranstaltungen im Pflicht- und Wahlpflichtbereich beträgt maximal 175 Semesterwochen- stunden, wobei auf das Grundstudium 100 Semesterwochenstunden entfallen.

Inhaltsverzeichnis
 

 § 4
Aufbau der Prüfungen, Prüfungs- und Meldefristen

(1)Der Diplomprüfung geht die Diplomvorprüfung voraus. Die Diplomvorprüfung besteht aus Fachprüfungen. Sie wird in drei Prüfungsabschnitten durchgeführt. Die Prüfungen des ersten Prüfungsabschnittes werden in der Regel im Prüfungszeitraum nach Beendigung der Lehrveranstaltungen des zweiten Semesters, die Prüfungen des zweiten Prüfungsabschnittes im Prüfungszeitraum nach Beendigung der Lehrveranstaltungen des dritten Semesters und die Prüfungen des dritten Prüfungsabschnittes im Prüfungszeitraum nach Beendigung der Lehrveranstaltungen des vierten Semesters durchgeführt.

(2)Die Diplomprüfung besteht aus Fachprüfungen, der Studienarbeit und der Diplomarbeit einschließlich ihrer Verteidigung. Sie wird in vier Prüfungsabschnitten einschließlich der Diplomarbeit durchgeführt. Die Prüfungstermine der drei Prüfungsabschnitte für die Fachprüfungen liegen in der Regel in den Prüfungszeiträumen nach Beendigung der Lehrveranstaltungen des sechsten, siebenten und achten Semesters.

(3)Die Prüfungen werden in der Regel in den vorlesungsfreien Zeiten durchgeführt. Der Zeitraum zur Durchführung der Prüfungen eines Prüfungsabschnittes beträgt vier Wochen. Erforderliche Wiederholungsprüfungen sind innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf der Prüfungsperiode abzulegen. Eine zweite Wiederholungsprüfung kann nur im Ausnahmefall und nur in der nächsten regulären Prüfungsperiode abgelegt werden. Versäumt der Kandidat den angesetzten Prüfungstermin oder tritt er von der Prüfung zurück, so gilt § 9 Abs. 1 und 2.

(4)Die Prüfungstermine mit Angabe der Meldefristen werden durch den Prüfungsausschuß spätestens einen Monat vor Beendigung der Lehrveranstaltungen im jeweiligen Semester durch ortsüblichen Aushang bekanntgegeben. Der Student meldet sich vor Ablauf der Meldefrist im Studienbüro des Fachbereiches Elektrotechnik und Informationstechnik schriftlich zu den Prüfungen des jeweiligen Prüfungsabschnittes an.

(5)Der Student kann entgegen den in Absatz 1 bis 4 genannten Regelungen die Prüfungen vorzeitig ablegen, wenn er die Zulassungsbedingungen erfüllt.

(6)Überschreitet ein Kandidat aus Gründen, die er zu vertreten hat, die Frist, innerhalb welcher gemäß Absatz 1 beziehungsweise Absatz 2 die Prüfung erfolgen soll oder er sich gemäß Absatz 4 für die Prüfung zu melden hat, bei der Diplomvorprüfung um mehr als ein Semester beziehungsweise bei der Diplomprüfung um mehr als zwei Semester, so gilt die betreffende Prüfung als abgelegt und erstmals nicht bestanden. Es gilt dabei jeweils nur der Prüfungsteil (Fachprüfungen bzw. Diplomarbeit) als erstmals nicht bestanden, den der Kandidat nicht rechtzeitig abgelegt oder zu dem er sich nicht rechtzeitig gemeldet hat.

(7)Überschreitet der Kandidat die Frist nach Absatz 6 aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, gewährt der Prüfungsausschuß auf Antrag eine Nachfrist. Diese wird, sofern es die anerkannten Versäumnisgründe zulassen, zum nächsten regulären Prüfungstermin bestimmt und dem Kandidaten schriftlich mitgeteilt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in diesem Falle anzurechnen.

Inhaltsverzeichnis
 

§ 5
Prüfungsausschuß

(1)Für die Organisation der Prüfungen und weiterer durch diese Prüfungsordnung festgelegter Aufgaben ist ein Prüfungsausschuß zuständig. Er achtet auf die Einhaltung der in der Prüfungsordnung festgelegten Bestimmungen, berichtet regelmäßig den Fachbereichsräten über die Entwicklung der Prüfungen und Studienzeiten und gibt Anregungen zur Reform der Studienordnung und der Prüfungsordnung. Er erläßt die Prüfungsbescheide. Prüfungsbescheide, durch die jemand in seinen Rechten beeinträchtigt werden kann, bedürfen der Schriftform. Sie sind zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Dem Kandidaten ist vor Erlaß der Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

(2)Der Prüfungsausschuß besteht aus drei Professoren und einem wissenschaftlichen Assistenten, Oberassistenten oder wissenschaftlichen Mitarbeiter aus dem Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik und einem Studenten aus dem Studiengang Elektrotechnik. Der Student wird durch die Fachschaftsräte, die anderen Mitglieder werden durch die Fachbereichsräte bestellt. Die Fachbereichsräte bestimmen den Vorsitzenden sowie den stellvertretenden Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter müssen Professoren sein. Die Amtszeit für den studentischen Vertreter beträgt zwei Jahre, für die übrigen Mitglieder drei Jahre.

(3)Für den Fall einer längerfristigen Verhinderung eines Mitgliedes des Prüfungsausschusses wird durch die Fachbereichsräte bzw. durch die Fachschaftsräte ein Vertreter nominiert.

(4)Der Prüfungsausschuß ist beschlußfähig, wenn die Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Er beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltungen sind unzulässig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, in seiner Abwesenheit die Stimme des stellvertretenden Vorsitzenden. Bei Prüfungsentscheidungen besitzt das studentische Mitglied beratende Stimme.

(5)Die Sitzungen des Prüfungsausschusses werden durch den Vorsitzenden einberufen. Müssen unaufschiebbare Entscheidungen durch den Vorsitzenden getroffen werden, ist der Prüfungsausschuß unverzüglich darüber zu informieren. Der Prüfungsausschuß kann die Erledigung einzelner Aufgaben dem Vorsitzenden widerruflich übertragen.

(6)Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, der Abnahme von Prüfungen beizuwohnen. Alle Sitzungen des Prüfungsausschusses sind nicht öffentlich.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 6
Prüfer und Beisitzer

(1)Der Prüfungsausschuß bestellt die Prüfer und Beisitzer. Er kann die Bestellung dem Vorsitzenden übertragen. Zu Prüfern dürfen nur Professoren, Hochschuldozenten, Oberassistenten, Oberingenieure, wissenschaftliche Assistenten, wissenschaftliche Mitarbeiter mit Lehraufgaben, Lehrbeauftragte, Lehrkräfte für besondere Aufgaben sowie in der beruflichen Praxis und Ausbildung erfahrene Personen, die mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzen, bestellt werden. Zum Beisitzer darf nur bestellt werden, wer die Diplomprüfung im Studiengang Elektrotechnik oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt hat.

(2)Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sorgt für die rechtzeitige Bekanntgabe der Namen der Prüfer und Beisitzer durch Aushang. Ein kurzfristig vor Beginn der Prüfung aus zwingenden Gründen notwendiger Wechsel des Prüfers und des Beisitzers ist zulässig. Scheidet ein prüfungsberechtigtes Mitglied aus der Universität aus, bleibt dessen Prüfungsberechtigung in der Regel bis zu einem Jahr erhalten. Professoren stehen auch nach Erreichen der Altersgrenze die mit der Lehrbefugnis verbundenen Rechte zur Beteiligung an Prüfungen zu.

Inhaltsverzeichnis
 

§ 7
Ausschluß wegen persönlicher Beteiligung, Verschwiegenheitspflicht

(1)Von der Beratung und Abstimmung im Prüfungsausschuß sowie von einer Prüfungstätigkeit wegen persönlicher Beteiligung ist ausgeschlossen, wer zu der zu prüfenden Person in einer engen persönlichen oder verwandtschaftlichen Beziehung steht oder nahe wirtschaftliche Beziehungen unterhält.

(2)Die Mitglieder des Prüfungsausschusses, die Prüfer, die Prüfungsbeisitzer und sonstige mit Prüfungsangelegenheiten befaßte Personen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Inhaltsverzeichnis
 

§ 8
Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen

(1)Studienzeiten im Studiengang Informationstechnik/Technische Informatik an anderen wissenschaftlichen Hochschulen im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes und dabei erbrachte Studienleistungen sind anzurechnen.

(2)Studienzeiten in anderen Studiengängen sowie dabei erbrachte Studienleistungen werden auf Antrag angerechnet, soweit ein inhaltlich gleichwertiges Studium nachgewiesen wird. Für die Gleichwertigkeit von Studienzeiten und Studienleistungen an ausländischen Hochschulen sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen maßgebend. Soweit Äquivalenzvereinbarungen nicht vorliegen, entscheidet der Prüfungsausschuß. Im übrigen kann bei Zweifeln an der Gleichwertigkeit die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden.

(3)Diplom-Vorprüfungen, Bachelor-Prüfungen und andere gleichwertige Prüfungsleistungen, die der Kandidat an wissenschaftlichen Hochschulen im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes im Studiengang Informationstechnik/Technische Informatik bestanden beziehungsweise erbracht hat, werden angerechnet. Diplom-Vorprüfungen und einzelne Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen werden angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit nachgewiesen wird. Anstelle der Diplom-Vorprüfung können in begründeten Ausnahmefällen andere Prüfungsleistungen angerechnet werden, soweit die Gleichwertigkeit nachgewiesen wird. Absatz 2 Satz 3 und 4 gelten entsprechend. Die Anerkennung einer Diplom-Vorprüfung und einer Bachelor-Prüfung kann von Bedingungen abhängig gemacht werden, wenn zu einzelnen Prüfungsfächern keine volle Gleichwertigkeit nachgewiesen ist.

(4)In staatlich anerkannten Fernstudien erworbene Leistungsnachweise werden, soweit sie gleichwertig sind, als Studien- oder Prüfungsleistungen sowie auf die Studienzeit angerechnet.

(5)Studienzeiten an Fachhochschulen und dabei erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen werden auf Antrag angerechnet, soweit sie den Forderungen des weiteren Studiums entsprechen.

(6)Im Zeugnis werden die Noten angerechneter Prüfungen aufgeführt und bei der Gesamtnotenbildung berücksichtigt, wenn sie entsprechend § 12 gebildet wurden. Die übernommenen Noten werden gekennzeichnet und die Tatsache der Übernahme im Zeugnis vermerkt. Entspricht das Notensystem der angerechneten Prüfung § 12 nicht, wird in das Zeugnis nur ein Anerkennungsvermerk und beim Gesamturteil der Vermerk "mit Erfolg abgelegt" aufgenommen. Eine Notenwiedergabe in angerechneten Fächern, eine Notenumrechnung sowie eine Gesamtnotenbildung gemäß § 12 Abs. 3 erfolgen nicht. In diesem Fall wird dem Zeugnis ein Auszug aus dieser Prüfungsordnung (§ 7) beigegeben.

(7)Die Entscheidungen nach Absatz 1 bis 6 trifft der Prüfungsausschuß, in den Fällen gemäß Absatz 2 und 3 Satz 2 und 3 sowie Absatz 4 und 5 jedoch nur auf Antrag. Der Antrag ist unter Beifügung der entsprechenden Unterlagen an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten.

Inhaltsverzeichnis
 

§ 9
Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß, Prüfungsunfähigkeit

(1)Eine Prüfungsleistung gilt als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, wenn der Kandidat, nachdem er zur Prüfung zugelassen wurde, zu einem Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird.

(2)Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuß unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Werden die Gründe anerkannt, so setzt der Prüfungsausschuß einen neuen Prüfungstermin fest. Dies ist in der Regel der nächstmögliche Prüfungstermin, sofern die anerkannten Gründe dem nicht entgegenstehen. Bei anerkanntem Rücktritt oder Versäumnis werden die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse angerechnet.

(3)Versucht der Kandidat, das Ergebnis seiner Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. Ein Kandidat, der den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtsführenden von der Fortsetzung der Prüfung ausgeschlossen werden. In diesem Falle gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet.

(4)Eine vor oder während der Prüfung eingetretene Prüfungsunfähigkeit muß unverzüglich beim Prüfer oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses geltend gemacht werden. In Fällen krankheitsbedingter Prüfungsunfähigkeit kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangen.

(5)Der Kandidat kann innerhalb von zwei Wochen verlangen, daß die Entscheidungen nach Absatz 3 Satz 1 und 2 vom Prüfungsausschuß überprüft werden. Belastende Entscheidungen sind dem Kandidaten unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 10
Mängel im Prüfungsverfahren

(1)Erweist sich, daß das Prüfungsverfahren mit Mängeln behaftet war, die das Prüfungsergebnis beeinflußt haben, ist auf Antrag eines Kandidaten oder von Amts wegen anzuordnen, daß von einem bestimmten oder von allen Kandidaten die Prüfung oder einzelne Teile derselben wiederholt werden. Die Mängel müssen unverzüglich beim Prüfer oder beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses geltend gemacht werden.

(2)Sechs Monate nach Abschluß des Prüfungsverfahrens dürfen von Amts wegen Anordnungen nach Absatz 1 nicht mehr getroffen werden.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 11
Klausurarbeiten und sonstige schriftliche Prüfungen

(1)In Klausurarbeiten und sonstigen schriftlichen Prüfungen soll der Kandidat nachweisen, daß er in begrenzter Zeit mit begrenzten Hilfsmitteln mit den gängigen Methoden seines Faches ein Problem erkennen und Wege zu einer Lösung finden kann.

(2)Klausurarbeiten in Prüfungen und sonstige schriftliche Arbeiten, deren Bestehen Voraussetzung für die Fortsetzung des Studiums ist, sind von zwei Prüfern zu bewerten.

(3)Die Frist für die Bewertung der Prüfung beträgt vier Wochen.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 12
Mündliche Prüfungen

(1)In den mündlichen Prüfungen soll der Kandidat nachweisen, daß er die Zusammenhänge des Prüfungsgebietes erkennt, ausreichende Kenntnisse im Prüfungsfach besitzt und spezielle Fragestellungen in diese Zusammenhänge einzuordnen vermag. Durch die mündlichen Prüfungen soll ferner festgestellt werden, ob der Kandidat über ein breites Grundwissen verfügt. Es kann darüber hinaus vorgesehen werden, daß vom Kandidaten benannte eingegrenzte Themen (Vertiefungsgebiete) mit geprüft werden.

(2)Mündliche Prüfungen werden in der Regel vor mindestens zwei Prüfern (Kollegialprüfung) oder vor einem Prüfer in Anwesenheit eines sachkundigen Beisitzers abgelegt. Hierbei wird jeder Kandidat in einem Prüfungsfach grundsätzlich nur von einem Prüfer geprüft.

(3)Über die mündliche Prüfung ist ein Protokoll anzufertigen, in das aufzunehmen sind: Ort und Zeit sowie Zeitdauer der Prüfung, Gegenstand und Ergebnis der Prüfung, die Namen der Prüfer, des Beisitzers und des Kandidaten sowie besondere Vorkommnisse. Das Protokoll wird von einem Prüfer oder vom Beisitzer geführt und von den Prüfern bzw. vom Beisitzer und Prüfer unterzeichnet. Die Wiedergabe von Prüfungsfragen und Antworten ist nicht erforderlich. Das Protokoll ist mindestens zwei Jahre aufzubewahren.

(4)Das Ergebnis der Prüfung ist dem Kandidaten im Anschluß an die mündliche Prüfung bekanntzugeben.

(5)Studenten, die sich in einem späteren Prüfungstermin der gleichen Prüfung unterziehen wollen sowie andere Mitglieder der Universität, die ein eigenes berechtigtes Interesse geltend machen, sind nach Maßgabe der räumlichen Verhältnisse als Zuhörer bei mündlichen Prüfungen zugelassen, sofern der Kandidat nicht widerspricht. Die Zulassung erstreckt sich nicht auf die Beratung und Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse an die Kandidaten.

Inhaltsverzeichnis
 

§ 13
Bewertung der Prüfungsleistungen, Notenbildung und Bestehen der Prüfungen

(1)Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von den jeweiligen Prüfern festgesetzt. Für die Bewertung der Prüfungsleistungen werden folgende Noten und Prädikate verwendet:

     
    1 = sehr gut

    =

    eine hervorragende Leistung
    2 = gut

    =

    eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt
    3 = befriedigend

    =

    eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht
    4 = ausreichend

    =

    eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen entspricht
    5 = nicht ausreichend

    =

    eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt

Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können Zwischenwerte durch Erniedrigen oder Erhöhen der einzelnen Noten um 0,3 gebildet werden. Die Noten 0,7 , 4,3 , 4,7 und 5,3 sind dabei ausgeschlossen. Wird eine Prüfungsleistung von zwei Prüfern bewertet, versuchen die Prüfer sich auf eine Note zu einigen. Kommt keine Einigung zustande, werden die Noten gemittelt.
Eine Fachprüfung ist bestanden, wenn die Fachnote mindestens "ausreichend" (4,0) ist.

(2)Die Diplomvorprüfung ist bestanden, wenn sämtliche Fachnoten mindestens "ausreichend" (bis 4,0) sind. Die Gesamtnote der Diplomvorprüfung errechnet sich aus dem Durchschnitt der gewichteten Fachnoten (Wichtungsfaktoren: s. Anlage 1). Die Gesamtnote der bestandenen Diplomvorprüfung lautet:

    bei einem Durchschnitt bis 1,5 = sehr gut
    bei einem Durchschnitt über 1,5 bis 2,5 = gut
    bei einem Durchschnitt über 2,5 bis 3,5 = befriedigend
    bei einem Durchschnitt über 3,5 bis 4,0 = ausreichend

(3)Bei der Bildung der Gesamtnote wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt, alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.

(4)Die Diplomprüfung ist bestanden, wenn die Note der Diplomarbeit und der Studienarbeit sowie die Noten der Fachprüfungen jeweils mindestens "ausreichend" (bis 4,0) sind. Die Gesamtnote der Diplomprüfung errechnet sich aus dem Durchschnit der gewichteten Noten der Fachprüfungen, der Studienarbeit und der Diplomarbeit (Wichtungsfaktoren: s. Anlage 2). Für die Bildung der Gesamtnote gilt die Absatz 2 und 3 entsprechend.

(5)Bei überragenden Leistungen (Gesamtnote 1,0) kann das Gesamturteil "mit Auszeichnung bestanden" erteilt werden.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 14
Wiederholung von Prüfungen

(1)Eine Prüfung, die nicht bestanden ist oder als nicht bestanden gilt, kann wiederholt werden. Fehlversuche an anderen Hochschulen sind anzurechnen.

(2)Eine zweite Wiederholung ist auf Antrag möglich. Der Antrag ist durch den Kandidaten innerhalb einer Frist von einem Monat nach Bekanntgabe der nicht ausreichenden Prüfungsleistung an den Prüfungsausschuß zu stellen. Bei Überschreiten der Frist ist entsprechend § 4 Abs. 6 zu verfahren.

(3)Eine zweite Wiederholungsprüfung kann nur im Ausnahmefall genehmigt werden und zwar nur dann, wenn mindestens die Hälfte der Fachprüfungen in einem Prüfungsabschnitt bestanden sind.

(4)Wiederholungsprüfungen sind in der durch § 4 Abs. 3 festgelegten Frist abzulegen. Diese Frist wird durch Beurlaubung oder Exmatrikulation nicht unterbrochen. Der Termin der Wiederholungsprüfung wird durch ortsüblichen Aushang bekanntgegeben. Eine erneute Einschreibung entfällt. Versäumt der Kandidat den Prüfungstermin oder tritt von der Prüfung zurück, gilt § 9 Abs. 1 und 2.

(5)Werden die Studienarbeit oder die Diplomarbeit mit "nicht ausreichend" bewertet, so ist auf Antrag, der spätestens zwei Wochen nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses an den Prüfungsausschuß zu stellen ist, eine Wiederholung mit neuem Thema möglich. Eine zweite Wiederholung ist ausgeschlossen.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 15
Freiversuch

(1)Hat ein Kandidat nach ununterbrochenem Studium die gesamte Diplomvorprüfung innerhalb der Regeldauer des Grundstudiums gemäß § 3 oder die gesamte Diplomprüfung innerhalb der Regelstudienzeit gemäß § 3 erstmals vollständig abgelegt, so gilt die Diplomvorprüfung oder die Diplomprüfung in den Fachprüfungen, in denen sie nicht bestanden wurde, als nicht unternommen. Satz 1 gilt nicht, wenn die Prüfung wegen Täuschung oder wegen eines sonstigen ordnungswidrigen Verhaltens für nicht bestanden erklärt wurde.

(2)Der Kandidat hat dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses schriftlich mitzuteilen, daß er von dem Freiversuch gemäß Absatz 1 Satz 1 Gebrauch machen will. Die Erklärung ist gemeinsam mit dem Antrag auf Zulassung zur ersten Fachprüfung des Grundstudiums beziehungsweise des Hauptstudiums einzureichen. Der Freiversuch wird nur dann anerkannt, wenn am Ende der Regeldauer des Grundstudiums oder am Ende der Regelstudienzeit festgestellt wird, daß der Kandidat die Voraussetzungen für den Freiversuch im Rahmen der Diplom-Vorprüfung, der Bachelor-Prüfung oder der Diplom-Prüfung erfüllt hat.

(3)Eine im Rahmen des Freiversuches nicht bestandene Fachprüfung ist innerhalb der in § 4 Abs. 3 geregelten Fristen abzulegen. Ein zweiter Freiversuch bei der Diplomvorprüfung oder der Diplomprüfung ist ausgeschlossen.

(4)Eine in einem Freiversuch bestandene Fachprüfung kann einmal zur Notenverbesserung zum jeweils nächsten Prüfungstermin wiederholt werden. Wird eine Notenverbesserung nicht erreicht, bleibt die im ersten Prüfungsversuch erzielte Note gültig.

(5)Ein Studium gilt für die Dauer einer Beurlaubung oder für die Dauer des Mutterschaftsurlaubes und eines Erziehungsurlaubes gemäß § 65 Abs. 3 Landeshochschulgesetz als nicht unterbrochen im Sinne von Absatz 1. Das gleiche gilt für Zeiten einer Tätigkeit in der Selbstverwaltung der Universität oder in Organen der Studentenschaft, soweit sie den Kandidaten nachhaltig an einem ordnungsgemäßen Studium gehindert hat. Die Entscheidung nach Satz 2 trifft der Prüfungsausschuß, der im Einzelfall grundsätzlich bis zu zwei Semester berücksichtigen kann.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 16
Einsicht in die Prüfungsakten

(1)Nach Abschluß des Prüfungsverfahrens wird dem Kandidaten auf Antrag Einsicht in seine schriftlichen Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen Gutachten der Prüfer und in die Prüfungsprotokolle gewährt.

(2)Der Antrag ist binnen eines Monats nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. War der Kandidat ohne eigenes Verschulden verhindert, diese Frist einzuhalten, ist ihm auf Antrag Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren. Der Antrag ist innerhalb von zwei Wochen nach Wegfall des Hindernisses zu stellen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestimmt Ort und Zeit der Einsichtnahme.

Inhaltsverzeichnis
 

§ 17
Bescheinigung über eine endgültig nicht bestandene Prüfung

Hat der Kandidat die Diplomvorprüfung oder die Diplomprüfung endgültig nicht bestanden, wird ihm auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt, aus der sich das Nichtbestehen der Prüfung, die in den einzelnen Prüfungsfächern erzielten Noten und die noch fehlenden Prüfungsleistungen ergeben.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 18
Sonderregelungen

(1)Macht ein Kandidat durch ärztliches Zeugnis glaubhaft, daß er während länger andauernder oder ständiger körperlicher Beschwerden oder Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfungen ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, hat der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dem Kandidaten zu gestatten, die Prüfungsleistungen innerhalb einer verlängerten Bearbeitungszeit oder gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen. Entsprechendes gilt für Studienleistungen.

(2)Entscheidungen gemäß Absatz 1 werden nur auf schriftlichen Antrag hin getroffen. Bei Prüfungen ist der Antrag der Meldung zur Prüfung beizufügen.

Inhaltsverzeichnis
 

§ 19
Ungültigkeit der Diplomvorprüfung und der Diplomprüfung

(1)Hat der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann der Prüfungsausschuß nachträglich die Noten für die Prüfungsleistungen, bei deren Erbringung der Kandidat getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären.

(2)Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne daß der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so entscheidet der Prüfungsausschuß.

(3)Dem Kandidaten ist vor einer Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

(4)Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues zu erteilen. Mit dem unrichtigen Prüfungszeugnis ist auch die Urkunde über den akademischen Grad einzuziehen, wenn die Prüfung aufgrund der Täuschungshandlung für "nicht bestanden" erklärt wurde. Eine Entscheidung nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 2 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.

Inhaltsverzeichnis
 
 

II. Diplomvorprüfung
 

§ 20
Zulassungsvoraussetzungen, Zulassungsverfahren

(1)Zur Diplom-Vorprüfung kann zugelassen werden, wer

  1. das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife, einer einschlägig fachgebundenen Hochschulreife  oder ein durch Rechtsvorschrift oder  von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis besitzt,
  2. mindestens das vorhergehende Semester im Studiengang Elektrotechnik an der Universität Rostock studiert hat,
  3. eine berufspraktische Ausbildung von mindestens acht Wochen erfolgreich abgeleistet oder entsprechend der Praktikumsordnung eine äquivalente Leistung nachgewiesen hat,
  4. die in der Anlage 1 dieser Prüfungsordnung aufgeführten Prüfungsvorleistungen erbracht hat,
  5. seinen Prüfungsanspruch durch Überschreiten der Meldefristen für die Diplomvorprüfung oder für das Ablegen der Diplomvorprüfung nicht verloren hat.


(2) Dem Antrag auf Zulassung sind beizufügen:

  1. Die Nachweise über das Vorliegen der in Absatz 1 genannten Zulassungsvoraussetzungen,
  2. eine Erklärung darüber, ob der Kandidat bereits eine Diplomvorprüfung oder eine Diplomprüfung im Studiengang Elektrotechnik endgültig nicht bestanden hat, ob er sich in einem schwebenden Prüfungsverfahren befindet oder ob er unter Verlust des Prüfungsanspruches exmatrikuliert worden ist,
  3. eine Erklärung darüber, ob der Kandidat von der Freiversuchsregelung gemäß § 15 Gebrauch machen will.


(3)Der Prüfungsausschuß kann die Nachreichung von Unterlagen gestatten, wenn ihre Beibringung in der zu setzenden Frist unmöglich ist. Ist ein Bewerber ohne sein Verschulden nicht in der Lage, die erforderlichen Unterlagen in der vorgeschriebenen Weise zu erbringen, so kann der Prüfungsausschuß gestatten, die Nachweise in anderer Art zu führen.

(4)Die Zulassung zur Diplomvorprüfung ist zu versagen, wenn der Bewerber die nach Absatz 1 vorgeschriebenen Zulassungsvoraussetzungen nicht erfüllt, die entsprechend Absatz 2 geforderten Unterlagen unvollständig sind, der Bewerber unter Verlust des Prüfungsanspruches exmatrikuliert worden ist oder der Bewerber die Diplomvorprüfung oder die Diplomprüfung im Studiengang Elektrotechnik endgültig nicht bestanden hat. In Zweifelsfällen entscheidet der Prüfungsausschuß.

(5)Die Entscheidung über die Zulassung ist dem Bewerber spätestens vier Wochen vor Prüfungsbeginn bekanntzugeben. Ein ablehnender Bescheid ist dem Bewerber schriftlich mitzuteilen und zu begründen.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 21
Ziel, Art und Umfang der Diplomvorprüfung

(1)Durch die Diplom-Vorprüfung soll der Kandidat nachweisen, daß er das Ziel des Grundstudiums erreicht hat und daß er insbesondere die inhaltlichen Grundlagen seines Faches, ein methodisches Instrumentarium und eine systematische Orientierung erworben hat, die erforderlich sind, das Studium mit Erfolg fortzusetzen.

(2)Die Diplomvorprüfung besteht aus Fachprüfungen und wird in drei Prüfungsabschnitten durchgeführt.

Die Fachprüfungen des ersten Prüfungsabschnittes sind:
    Mathematik 1,
    Physik,
    Technische Mechanik.


Die Fachprüfungen des zweiten Prüfungsabschnittes sind:
    Grundlagen der Konstruktion
    Grundlagen der Elektrotechnik
    Elektrische Meßtechnik


Die Fachprüfungen des dritten Prüfungsabschnittes sind:
    Mathematik 2,
    Grundlagen der Informatik
    Grundlagen der Elektronik
    Signale und Systeme
    Grundlagen der Elektrischen Energietechnik,

Zusätzlich ist eine Fachprüfung in einem nichttechnischen Wahlpflichtfach aus dem in Anlage 1 aufgeführten Angebotskatalog abzulegen.

(3)Gegenstand der Fachprüfungen sind die Stoffgebiete der den Prüfungsfächern nach Maßgabe der Studienordnung zugeordneten Lehrveranstaltungen.

(4)Die Prüfungsanforderungen orientieren sich am Inhalt der Lehrveranstaltungen, die auf Grund der Studienordnung für das jeweilige Prüfungsfach angeboten werden.

(5)Art und Umfang der Fachprüfungen sowie die Prüfungsvorleistungen der Diplomvorprüfung sind in Anlage 1 dieser Prüfungsordnung aufgeführt.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 22
Prüfungszeugnis

(1)Über die bestandene Diplomvorprüfung wird unverzüglich, möglichst innerhalb von vier Wochen nach Bewertung aller Prüfungsleistungen, ein Zeugnis ausgestellt, das die in den Fachprüfungen erzielten Noten und die Gesamtnote enthält. Das Zeugnis ist vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. Als Datum des Zeugnisses ist der Tag anzugeben, an dem alle Prüfungsleistungen erbracht sind.

(2)Ist die Diplomvorprüfung nicht bestanden oder gilt sie als nicht bestanden, so erteilt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dem Kandidaten hierüber einen schriftlichen Bescheid, der auch darüber Auskunft gibt, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang und innerhalb welcher Frist Prüfungsleistungen der Diplomvorprüfung wiederholt werden können.

(3)Der Bescheid über die nicht bestandene Diplomvorprüfung ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

Inhaltsverzeichnis
 
 

III. Diplomprüfung

§ 23
Zulassungsvoraussetzungen, Zulassungsverfahren

(1) Zur Diplomprüfung kann zugelassen werden, wer

  1. das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife, einer einschlägig fachgebundenen Hochschulreife oder ein durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis besitzt,
  2. mindestens das vorhergehende Semester im Studiengang Elektrotechnik an der Universität Rostock studiert hat,
  3. die Diplomvorprüfung im Studiengang Elektrotechnik an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes bestanden hat oder eine gemäß § 8 gleichwertige Prüfungsleistung erbracht hat,
  4. die in der Anlage 2 dieser Prüfungsordnung aufgeführten Prüfungsvorleistungen erbracht hat,
  5. den Prüfungsanspruch nicht verloren hat.


(2)Zur Diplomarbeit kann zugelassen werden, wer

  1. alle Fachprüfungen des Hauptstudiums bestanden hat,
  2. die Studienarbeit erbracht hat,
  3. die berufspraktische Tätigkeit von 26 Wochen vollständig abgeleistet hat,
  4. den Prüfungsanspruch nicht verloren hat.

(3)Dem Antrag auf Zulassung sind beizufügen: die Nachweise über das Vorliegen der in den Absätzen 1 und 2 genannten Zulassungsvoraussetzungen und darüber hinaus die Unterlagen gemäß § 20 Abs. 2.

(4)§ 20 Abs. 3 bis 5 gilt entsprechend.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 24
Ziel, Art und Umfang der Diplomprüfung

(1)Im Studiengang Elektrotechnik an der Universität Rostock kann der Student eine der nachfolgend genannten Studienrichtungen wählen:

(2)Im Rahmen der gewählten Studienrichtung besteht die Diplomprüfung aus Fachprüfungen im Pflicht- und Wahlpflichtbereich gemäß Anlage 2, der Studienarbeit und der Diplomarbeit einschließlich ihrer Verteidigung.

(3)Die Diplomprüfung wird gemäß § 4 in vier Prüfungsabschnitten durchgeführt. In den ersten drei Prüfungsabschnitten werden die Fachprüfungen und die Studienarbeit durchgeführt. Der vierte Prüfungsabschnitt ist der Diplomarbeit und ihrer Verteidigung vorbehalten.

(4) § 21 Abs. 3 und 4 gilt entsprechend.

(5) Art und Umfang der Fachprüfungen sowie die Prüfungsvorleistungen der Diplomprüfung sind in Anlage 2 dieser Prüfungsordnung aufgeführt.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 25
Studienarbeit

(1) In der Studienarbeit soll der Student nachweisen, daß er in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus seinem Fach nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten.

(2)Thema und Aufgabenstellung der Studienarbeit müssen so lauten, daß die zur Bearbeitung vorgesehene Zeit von drei Monaten eingehalten werden kann. Das Thema der Studienarbeit kann nur einmal und innerhalb eines Monats zurückgegeben werden. Auf begründeten Antrag kann die Bearbeitungszeit um höchstens einen Monat verlängert werden. Im übrigen gilt § 26 Abs. 6 und 7 sinngemäß.

(3)Die Prüfungsnote der Studienarbeit wird bei der Bildung der Gesamtnote für die Diplomprüfung mit dem Faktor 2 gewichtet.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 26
Diplomarbeit

(1)Die Diplomarbeit ist eine Prüfungsarbeit, welche die wissenschaftliche Ausbildung abschließt. Sie soll zeigen, daß der Kandidat in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus seinem Fach selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten.

(2) Die Diplomarbeit kann von jedem Prüfer gemäß § 6 ausgegeben und betreut werden. Soll die Diplomarbeit in einer Einrichtung außerhalb der Universität durchgeführt werden, bedarf es hierzu der Zustimmung des Prüfungsausschusses. Dieser hat das Einverständnis des Betreuers und eine Erklärung darüber einzuholen, ob das Thema den inhaltlichen Forderungen an eine Diplomarbeit entspricht und ob eine ordnungsgemäße Betreuung der Arbeit möglich ist. Dem Kandidaten ist Gelegenheit zu geben, für das Thema der Diplomarbeit Vorschläge zu machen.

(3) Der Kandidat hat dafür zu sorgen, daß er innerhalb von vier Wochen nach Erfüllung der Zulassungsbedingungen gemäß § 23 Abs. 2 ein Thema für die Diplomarbeit erhält. Gelingt ihm dies nicht, hat er beim Prüfungsausschuß zu beantragen, daß er unverzüglich ein Thema für die Diplomarbeit erhält. Die Ausgabe des Themas erfolgt über den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Der Zeitpunkt der Ausgabe ist aktenkundig zu machen. Das Thema der Diplomarbeit kann auch bereits vor Erfüllung der Zulassungsbedingungen entsprechend § 23 Abs. 2 ausgegeben werden. Eine Ausgabe zu diesem Zeitpunkt bedeutet keine Entscheidung über die Zulassung zur Diplomarbeit.

(4) Eine Diplomarbeit kann auch in Form einer Gruppenarbeit zugelassen werden, wenn der als Prüfungsleistung zu bewertende Beitrag des einzelnen Kandidaten aufgrund der Angabe von Abschnitten, Seitenzahlen oder anderen objektiven Kriterien, die eine eindeutige Abgrenzung ermöglichen, deutlich unterscheidbar und bewertbar ist und die Anforderungen nach Absatz 1 erfüllt.

(5) Die Bearbeitungszeit der Diplomarbeit darf sechs Monate nicht überschreiten. Thema und Aufgabenstellung der Diplomarbeit müssen so lauten, daß diese Frist eingehalten werden kann. Das Thema der Diplomarbeit kann nur einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Auf begründeten Antrag kann die Bearbeitungszeit ausnahmsweise um höchstens drei Monate verlängert werden.

(6)Die Diplomarbeit ist in drei Exemplaren fristgemäß beim Prüfungsausschuß einzureichen. Der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Bei der Abgabe hat der Kandidat schriftlich zu versichern, daß er die Arbeit selbständig verfaßt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat. Wird die Diplomarbeit nicht fristgemäß abgeliefert, wird sie mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet.

(7) Die Diplomarbeit muß von zwei Prüfern beurteilt werden. Erstgutachter soll derjenige sein, der das Thema der Arbeit gestellt hat. Die Prüfungsleistung gilt als erbracht, wenn beide Prüfer die Arbeit nicht schlechter als "ausreichend" (4,0) bewerten. Wird die Arbeit durch einen der Prüfer mit der Note "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, dann kann auf Antrag des Kandidaten der Prüfungsausschuß einen Drittgutachter bestellen.

(8) Zur Verteidigung der Diplomarbeit wird ein Kolloquium durchgeführt. Es umfaßt einen Vortrag von minimal 20 bis maximal 30 Minuten Dauer mit anschließender Diskussion. Die Maximaldauer der Verteidigung beträgt eine Stunde. Die Benotung der Verteidigung erfolgt durch eine Kommission, der mindestens die beiden Gutachter der Diplomarbeit angehören. Vorsitzender der Kommission ist der Erstgutachter. Er kann bis zu drei weitere Prüfungsberechtigte oder als Beisitzer zugelassene Personen in die Kommission berufen.

(9) Die Gesamtnote der Diplomarbeit wird aus dem Durchschnitt der gewichteten Noten der beiden Gutachten und der Verteidigung gebildet. Die Noten der Gutachter erhalten dabei jeweils den Wichtungsfaktor 2 und die Note der Verteidigung den Wichtungsfaktor 1. In die Bildung der Gesamtnote für die Diplomprüfung geht die Note der Diplomarbeit mit dem Wichtungsfaktor 5 ein.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 27
Zusatzfächer

(1) Dem Kandidaten ist es gestattet, sich in weiteren als den vorgeschriebenen Fächern einer Prüfung zu unterziehen (Zusatzfächer). Der Prüfungsausschuß hat dem Kandidaten hierfür eine angemessene Frist zu setzen. Diese Frist darf den Abschluß der Diplomprüfung nicht überschreiten.

(2) Das Ergebnis der Prüfung in diesen Fächern wird auf Antrag des Kandidaten in das Zeugnis aufgenommen, jedoch bei der Festsetzung der Gesamtnote nicht mit einbezogen.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 28
Zeugnis und Diplom

(1) Über die bestandene Diplomprüfung sind ein Zeugnis und ein Diplom auszustellen. Hierbei soll eine Frist von vier Wochen ab dem Bestehen sämtlicher Prüfungsleistungen eingehalten werden.

(2) Das Zeugnis enthält die vom Kandidaten gewählte Studienrichtung, die in den Fachprüfungen erzielten Noten, das Thema und die Note der Studienarbeit, das Thema und die Note der Diplomarbeit und die Gesamtnote. Es werden ferner auf Antrag des Kandidaten die Ergebnisse der Prüfungen in Zusatzfächern in das Zeugnis aufgenommen. Das Diplom beurkundet die Verleihung des akademischen Diplomgrades.

(3) Das Zeugnis und die Diplomurkunde werden vom Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet. Die Diplomurkunde wird mit dem Siegel der Universität Rostock versehen. Als Datum ist der Tag anzugeben, an dem alle Prüfungsleistungen erbracht sind.

Inhaltsverzeichnis
 

IV. Schlußbestimmungen 

§ 29
Übergangsregelungen

(1) Diese Prüfungsordnung gilt erstmals für Studierende, die für den Studiengang Elektrotechnik nach Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung immatrikuliert wurden. Die Vorschriften über die Diplomprüfung gelten erstmals für Studierende, welche die Diplomvorprüfung nach Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung erfolgreich abgeschlossen haben.

(2) Im übrigen gilt für Kandidaten, die das Studium der Elektrotechnik an der Universität Rostock vor Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung begonnen haben, die vorläufige Diplomprüfungsordnung vom 01.10.1993. Für diese Kandidaten findet die vorliegende Prüfungsordnung Anwendung, wenn sie dies beantragen. Der Antrag ist schriftlich an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten und beim Studienbüro des Fachbereiches Elektrotechnik und Informationstechnik einzureichen. Der Antrag ist unwiderruflich. Nach der bisherigen Diplomprüfungsordnung erbrachte Leistungen werden angerechnet.

Inhaltsverzeichnis
 
 

§ 30
Inkrafttreten

Diese Prüfungsordnung tritt am Tag nach der Veröffentlichung im Mitteilungsblatt des Kultusministeriums Mecklenburg-Vorpommern in Kraft.

Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Akademischen Senats der Universität Rostock vom 6. Mai 1998 sowie der Genehmigung des Kultusministeriums Mecklenburg-Vorpommern vom 11. August 1998.

Rostock, den 2. September 1998

Der Rektor

der Universität Rostock

Universitätsprofessor Dr. Günther Wildenhain


 Inhaltsverzeichnis

zurück Studiengang 


Anlage 1: Prüfungsvorleistungen und Fachprüfungen der Diplomvorprüfung

Pr/h: Prüfungsart/-dauer (K: Klausur, M: mündliche Prüfung, h: Stunden)
PA: Prüfungsabschnitt
W: Wichtungsfaktor
 

Inhaltsverzeichnis:

Prüfungsvorleistungen
Fachprüfungen in den Pflichtfächern
Fachprüfung in einem nichttechnischen Wahlpflichtfach

Diplomprüfungsordnung

 

Prüfungsvorleistungen

  1. Nachweis (Testat) über die erfolgreiche Teilnahme am Laborpraktikum in Physik (Fachbereich Physik);
  2. Nachweis (Testat) über die erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang "Informatik 1" (Fachbereich Informatik)
  3. Nachweis (Testat) über die erfolgreiche Teilnahme an den Laborpraktika in Grundlagen der Elektrotechnik und Elektrische Meßtechnik
  4. Konstruktionsbeleg in Grundlagen der Konstruktion

Die Anforderungen an die Prüfungsvorleistungen werden vor Beginn der betreffenden Lehrveranstaltung bekanntgegeben.

Inhaltsverzeichnis

Fachprüfungen in den Pflichtfächern

Es gelten die in § 21 Abs. 3 und 4 dieser Prüfungsordnung genannten Bedingungen für den Gegenstand der Fachprüfungen und die Prüfungsanforderungen.
 

Prüfungsfächer

Pr/h

PA

W
Mathematik 1

K/3,0

1

2
Mathematik 2

K/3,0

3

2
Physik

M/0,5

1

2
Technische Mechanik

K/2,0

1

1
Grundlagen der Konstruktion

K/3,0

2

2
Grundlagen der Elektrotechnik

K/3,0

2

3
Grundlagen der Elektronik

K/3,0

3

2
Grundlagen der Informatik

K/2,0

3

2
Elektrische Meßtechnik

K/2,0

2

1
Signale und Systeme

K/3,0

3

1
Grundlagen der Elektrischen Energietechnik K/2,0

3

1
   Inhaltsverzeichnis

Fachprüfung in einem nichttechnischen Wahlpflichtfach

Zusätzlich ist eine Fachprüfung in einem nichttechnischen Wahlpflichtfach aus dem nachfolgenden Angebot abzulegen.

Prüfungsfach

Pr/h

W

Volkswirtschaftslehre

K/2,0

1

Betriebswirtschaftslehre

K/2,0

1

Arbeitswissenschaften

K/20

1

Arbeitsrecht für Ingenieure

K/2,0

1

Die Wahl eines anderen nichttechnischen Faches bedarf der Genehmigung durch den Prüfungsausschuß

Inhaltsverzeichnis


Anlage 2: Prüfungsvorleistungen und Fachprüfungen der Diplomprüfung

SWS: Semesterwochenstunden
Pr/h: Prüfungsart/-dauer (K: Klausur, M: mündliche Prüfung, h: Stunden)
PA: Prüfungsabschnitt
W: Wichtungsfaktor

Inhaltsverzeichnis:

Prüfungsvorleistungen
Fachprüfung in den Pflichtfächern
Fachprüfungen in den Wahlpflichtfächern
Auswahl von Wahlpflichtfächern
Prüfungsbedingungen für die Fachprüfungen in den Wahlpflichtfächern aus dem zusätzlichen Angebot
Zusätzliches Angebot an Wahlpflichtfächern
Fachprüfung in einem nichttechnischen Wahlpflichtfach

Diplomprüfungsordnung

 

 Prüfungsvorleistungen:

  1. Testat über die erfolgreiche Teilnahme an mindestens 6 SWS Laborpraktikum *)
  2. Projektarbeit "Kleiner Beleg" im Umfang von ca. 150 Stunden Bearbeitungszeit. Die Projektarbeit
    wird benotet. Die Note wird bei der Berechnung der Durchschnittsnote für die Diplomprüfung nicht berücksichtigt.
    Diese Projektarbeit ist Prüfungsvorleistung für die Zulassung zur Diplomarbeit
  3. Weitere Projekte im Umfang von maximal 100 Stunden Bearbeitungszeit *)


*) Die Anforderungen an die Prüfungsvorleistungen sind zu Beginn der betreffenden Lehrveranstaltung bekanntzugeben

Inhaltsverzeichnis

Fachprüfungen in den Pflichtfächern

Es gelten die in § 21 Abs. 3 und 4 dieser Prüfungsordnung genannten Bedingungen für den Gegenstand der Fachprüfungen und die Prüfungsanforderungen.

Studienrichtung Automatisierungstechnik / Studienschwerpunkt Automatisierungstechnik

Prüfungsfächer

Pr/h

PA

W

Theoretische Elektrotechnik

K/3,0

1

2

Rechentechnik

K/3,0

1

2

Nachrichten- und Übertragungstechnik

K/3,0

1

2

Elektrische Antriebe

K/4,0

2

3

Grundlagen der Prozeßmeßtechnik

M/0,5

2

2

Steuerungs- und Regelungstechnik

K/3,5

1

3

Entwurf dynamischer Systeme

K/3,0

2

3


Studienrichtung Automatisierungstechnik / Studienschwerpunkt Umweltmeßtechnik
Prüfungsfächer

Pr/h

PA

W

Theoretische Elektrotechnik

K/3,0

1

2

Regelungstechnik und Simulation

K/3,5

2

3

Rechentechnik

K/3,0

1

2

Nachrichten- und Übertragungstechnik

K/3,0

1

2

Stofforientierte Meßtechnik

M/0,5

1

3

Chemie, Biologie und Ökologie

M/0,5

2

3

Medizinische Technik

M/0,5

2

1


Studienrichtung Elektrische Energietechnik
Prüfungsfächer

Pr/h

PA

W

Theoretische Elektrotechnik

K/3,0

1

2

Rechentechnik

K/3,0

1

2

Steuerungs- und Regelungstechnik

K/3,5

1

3

Elektrische Maschinen und Antriebe

K/4,0

2

3

Leistungselektronik

K/4,0

1

3

Elektroenergieversorgung

K/4,0

2

3


Studienrichtung Elektromechanische Konstruktionen/Gerätesysteme
Prüfungsfächer

Pr/h

PA

W

Theoretische Elektrotechnik

K/3,0

1

2

Meß- und Regelungstechnik

K/3,0

1

3

Schaltungstechnik

K/1,5

1

1

Entwurf integrierter Schaltungen

K/3,0

2

3

Gerätesysteme

M/0,5

2

4

Komponenten der Gerätetechnik

K/2,0

3

1

Mikrosystemtechnik

M/0,5

3

3


Studienrichtung Nachrichtentechnik / Studienschwerpunkt Nachrichtentechnik
Prüfungsfächer

Pr/h

PA

W

Theoretische Elektrotechnik

K/3,0

1

2

Grundlagen der Regelungstechnik

K/2,0

1

2

Rechentechnik

K/3,0

1

2

Baugruppen und Schaltungen der Nachrichtentechnik

K/3,0

2

2

Nachrichten- und Übertragungstechnik

K/3,0

1

2

Hochfrequenztechnik

M/0,5

2

3

Maritime Elektronik

M/0,5

3

2

Signalverarbeitung

K/3,0

2

2


Studienrichtung Nachrichtentechnik / Studienschwerpunkt Medientechnik
Prüfungsfächer

Pr/h

PA

W

Theoretische Elektrotechnik

K/3,0

1

2

Nachrichten- und Übertragungstechnik

K/3,0

1

2

Rechentechnik und Computergrafik

M/1,0

1

2

Audio- und Videotechnik

K/1,5

3

3

Baugruppen und Schaltungen der Nachrichtentechnik

K/3,0

2

2

Digitale Signalverarbeitung

K/3,0

2

3


Studienrichtung Technische Informatik
Prüfungsfächer

Pr/h

PA

W

Theoretische Elektrotechnik

K/3,0

1

2

Regelungstechnik

K/2,0

1

2

Nachrichtentechnik und Signalverarbeitung

K/3,0

1

2

Grundlagen der Technischen Informatik

K/4,5

1

4

Softwaretechnik

M/0,5

2

3

Prozeßrechentechnik

K/3,0

2

2

Inhaltsverzeichnis


  Fachprüfungen in den Wahlpflichtfächern

Anzahl der Fachprüfungen in Wahlpflichtfächern (WPF)

 

Studienrichtung / Studienschwerpunkt

Anzahl
der WPF

Automatisierungstechnik / Automatisierungstechnik

3

Automatisierungstechnik / Umweltmeßtechnik

3

Elektrische Energietechnik

4

Elektromechanische Konstruktionen/Gerätesysteme

3

Nachrichtentechnik / Nachrichtentechnik

2

Nachrichtentechnik / Medientechnik

4

Technische Informatik

4

Inhaltsverzeichnis


Auswahl von Wahlpflichtfächern

Als Wahlpflichtfach kann gewählt werden:

  1. Jedes Pflichtfach, das nicht zu den Pflichtfächern der gewählten Studienrichtung / Studienschwerpunkt gehört. Es gelten die dort genannten Prüfungsbedingungen.
  2. Fächer aus dem Angebot der Universität Rostock über Antrag an den Prüfungsausschuß.
    Es gelten die dortigen Prüfungsbedingungen.
  3. Prüfungsfächer aus dem folgenden zusätzlichen Angebot. Es gelten die nachfolgend genannten Prüfungsbedingungen.

Inhaltsverzeichnis


Prüfungsbedingungen für die Fachprüfungen in den Wahlpflichtfächern aus dem zusätzlichen Angebot

  1. Es gelten die in § 21 Abs. 3 und 4 der DPO genannten Bedingungen für den Gegenstand der Fachprüfungen und die Prüfungsanforderungen.
  2. Alle Prüfungen sind mündlich.
  3. Prüfungsdauer und Wichtungsfaktor entsprechend der folgenden Tabelle

Umfang der Prüfungsfächer

Dauer der Prüfung

W

2 bis 4 SWS

20 Minuten

1

5 bis 7 SWS

30 Minuten

2

8 bis 10 SWS

40 Minuten

3

11 bis 13 SWS

50 Minuten

4

mehr als 13 SWS

60 Minuten

5

Inhaltsverzeichnis


Zusätzliches Angebot an Wahlpflichtfächern
Fachgebiet Prüfungsfächer
Automatisierungstechnik / Umweltmeßtechnik Angewandte Prozeßmeßtechnik
Ausgewählte Kapitel der Regelungstechnik
Ausgewählte Kapitel der Automatisierungstechnik
Spezielle Kapitel der Umweltchemie 1)
Umweltrecht, -ethik, -wirtschaft 5), 6)
Spezielle Kapitel der Medizintechnik 4)
Ausgewählte Kapitel der Ökologie 2)
Elektrische Energietechnik Ausgewählte Kapitel Elektrischer Maschinen und Antriebe
Leistungselektronische Stellglieder
Ausgewählte Kapitel der Elektrischen Energieversorgung
Elektromechanische Konstruktionen/Gerätesysteme Technologie
CAD-Systeme
Hard- und Software
Ausgewählte Kapitel der Gerätesystemtechnik
Meßtechnik
Nachrichtentechnik / Medientechnik Kommunikationstechnik
Funktechnik
Signal- und Bildverarbeitung
Technische Akustik
Erzeugung und Gestaltung von Medienströmen 3)
Übertragung von Medienströmen
Multimedia-Hardware und Kommunikation 3)
Medienrecht 5)
Gestalterische Aspekte 3)
Technische Informatik Rechner- und Prozeßkommunikation
Systemnahe Softwareentwicklung
Hochintegrierte Systeme
Objektorientierte Programmierung

  1) aus dem Fachbereich Chemie
2) aus dem Fachbereich Landeskultur und Umweltschutz
3) aus dem Fachbereich Informatik
4) aus der Medizinischen Fakultät
5) aus der Juristischen Fakultät
6) aus der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

Inhaltsverzeichnis

Fachprüfung in einem nichttechnischen Wahlpflichtfach

Zusätzlich ist eine Fachprüfung in einem nichttechnischen Wahlpflichtfach aus dem nachfolgenden Angebot abzulegen.
Prüfungsfach

Pr/h

W

Arbeitssicherheit/Arbeitsschutz

K/1,5

1

Technisches Redaktionswesen

M/0,5

1

Urheberrecht/Patentrecht

K/1,5

1

Marketing

K/2,0

1

Produktionswirtschaft

K/2,0

1

Unternehmenspolitik

K/2,0

1

Wirtschaftsstrategie

K/2,0

1

Finanzbuchhaltung/Grundlagen der Buchführung

K/2,0

1

Allgemeine Grundlagen des BGB

K/1,5

1

Die Wahl eines anderen nichttechnischen Faches bedarf der Genehmigung durch den Prüfungsausschuß.


Inhaltsverzeichnis